100 Jahre Frauenwahlrecht…

… und noch viel zu tun! Ein Gleichbehandlungsgesetz gibt es zwar, bei gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit hapert es allerdings schon seit Jahrzehnten…

1991: Nachdem sich ein Mann diskriminiert sah (????), setzte der Verfassungsgerichtshof die geschlechtsspezifischen Regelungen des Pensionsanfallsalters außer Kraft. Das daraus resultierende Johanna-Dohnal-Gleichbehandlungspaket, das die Diskriminierung von Frauen abbauen sollte, sah die darin angeführten Maßnahmen „als Gesamtschau der notwendigen Mindestvoraussetzung, die realisiert oder eingeleitet werden müssen, bevor schrittweise eine Angleichung des Pensionsanfallsalters wirksam werden kann“. Daher sollte erst ab dem 1. Jänner 2019 das Pensionsalter für vorzeitige Alterspensionen und ab 1. Jänner 2024 die reguläre Alterspensionsgrenze jährlich um 6 Monate erhöht werden, um ab 2033 ein gleiches Pensionsanfallsalter bei Frauen und Männer zu haben.

Sechs Jahre später fand das Frauenvolksbegehren statt. Es schaffte es auf die Liste der zehn erfolgreichsten Volksbegehren der Zweiten Republik. Seither nicht’s Neues. Ein Frauenvolksbegehren 2.0 mit fast identen Forderungen ist heute, 31 Jahre später, notwendig. Statt die Ungleichbehandlung gesetzlich zu bekämpfen fordern die neoliberalen Schergen noch die Vorverlegung der Pensionsanpassung. Natürlich ohne Veränderung der Zwei- und Dreifachbelastung der Frauen und mit dem Beibehalt der geschlechtsspezifischen Einkommensunterschiede…

Die Schwerpunkte des Frauenvolksbegehrens 2.0:

– die Hälfte der Plätze in allen politischen Gremien sowie in Vorständen
– Lohntransparenz und Maßnahmen, um Lohnunterschiede zwischen den Branchen einzudämmen
– schrittweise Einführung der 30-Stunden-Woche
– Rechtanspruch auf kostenlose Betreuung jedes Kindes bis zum 14. Lebensjahr
– Verbot von Geschlechter- und Stereotypen in Kinder-und Jugendmedien
– Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen und Verhütungsmitteln durch die Krankenkassen

Ich habe bereits das Frauenvolksbegehrens unterstützt, sei auch du dabei. Noch ist Zeit sich in die bereits über 200.000 starke Unterstützer_innenfront einzureihen. Es ist einfach, ein kurzer Besuch des Gemeindeamtes zur Unterzeichnung des Voksbegehrens genügt und der Druck auf die Herrschenden wieder so Tag für Tag größer.

An die herrschende Politik gerichtet bleibt noch die Forderung nach Umsetzung der berechtigten Frauenanliegen. JETZT SOFORT und nicht erst am St. Nimmerleinstag!