Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Europas Frächter bevorzugen die Straße. Dafür werden Umwege in Kauf genommen, um den rigiden Schweizer Mautbestimmungen aus dem Weg zu fahren. Die neuesten Zahlen dazu liefert der ORF:

„Mehr als 1,4 Millionen Sattelschlepper und Lkw-Züge rollten heuer bisher über den Brenner. Der Transitverkehr legte damit nach zwei Dritteln des Jahres bereits um mehr als 100.000 Fahrzeuge zu. Bleibt es bei dieser Entwicklung, wird heuer die Zwei-Millionen-Marke bei den Transit-Lkws auf der Brenner-Autobahn klar übertroffen. Abzuwarten ist, inwieweit das neue Sektorale Fahrverbot für bestimmte Transporte wie Rundholz, Erz, Abfall oder andere Massengüter den Schwerverkehr durch Tirol einbremst.“

josefEin Hoffnungsschimmer, der mit Vorsicht zu genießen ist. Die EU-Kommission hat bereits ein Verfahren gegen das Sektorale Fahrverbot angekündigt, weil dadurch der freie Warenverkehr unverhältnismäßig beschränkt wird. Ein neuerliches EU-Verbot gegen das sektorale Fahrverbot und die EU-Hörigkeit unserer herrschenden Politik lassen bereits jetzt schlimmstes Befürchten. Das „Jahrhundertprojekt Brenner-Basis-Tunnel“ kann damit, zumindest beim Transitverkehr, ebenfalls als riesiges Geldvernichtungsprojekt zu Grabe tragen!

Die Leidtragenden sind die Menschen, vor allem jene die in den betroffenen Gebieten leben: Neben der Tatsache dass das Projekt über Steuergelder finanziert wird, sind sie betroffen von der weiterhin anrollenden Verkehrslawine und müssen auch nach Fertigstellung des BBT für die negativen Umweltfolgen mit ihrer Gesundheit bezahlen.