Monthly Archives: November 2015

9. November 2015, 17.30 Uhr: POGROMGEDENKEN

progJüdischer Friedhof im Städtischen Westfriedhof (Zugang über Südeingang – Südring, Egger-Lienz-Straße)

77 Jahre danach – „Niemals vergessen und wehret den Anfängen!“

Die Schande der Pogromnacht von 1938 schmerzt in Innsbruck noch immer und ist eine offene Wunde in der Geschichte unserer Stadt. Wir sind es unseren vertriebenen, beraubten und getöteten jüdischen MitbürgerInnen schuldig, sie nicht zu vergessen.

„Der WOLF und die sieben Geißlein“

„Nach einem 24-stündigen Verhandlungsmarathon wurde der Metaller-Kollektivvertrag abgeschlossen. Die Verhandler_innen der Gewerkschaft dürften beim Abschluss aber längst eingeschlafen gewesen sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass ein beschämendes Ergebnis von 1,5 Prozent ‚mehr Lohn‘ zustande gekommen ist“, meinten meine Metaller-GLB-Kolleg_innen nach ihrem Lohnabschluss. Im Handel bedurfte es keinen 24-Stunden-Verhandlungsmarathon bis die Gewerkschafts-Verhandler_innen eingenickt sind und den 1,5 Prozent Gehalts-„Plus“ zustimmten.

Rechtsberatung für Refugees

Basis-Informationen für Flüchtlinge im Erstaufnahmezentrum Technik West

Freitag 6. November 2015 von 8:30 bis 11:30 Uhr

Seminarraum Zoologie im größten Turm am Areal Campus Technik West im Victor-Franz-Hess-Haus, Innsbruck

Film: „Lampedusa im Winter“ – Premiere im Leokino mit Regiesseur

lampedusaDie Premiere mit Regisseur Jakob Brossmann Ist am Dienstag den 3. Nov um 20.10 uhr in leokino.

Mehr infos: http://www.leokino.at/index.php?disp=film&fid=F13630

Premiere Regisseur Jakob Brossmann zu Gast

Di 03.11. um 20.10 Uhr im Leokino 2

 

Filmstart

Fr 06.11. um 21.30 Uhr im Cinematograph

 

Die italienische Insel, 110 Kilometer vor der tunesischen Küste gelegen und häufig das erste Ziel für afrikanische Flüchtlinge, die Europa erreichen wollen, ist im Winter ein besonders tristes Terrain. Die Do­­kumentation zeigt in hoher Verdichtung eine klaus­trophobische Situation in einer kontaminierten geopolitischen Zo­­ne: Die Einwohner von Lampedusa sind überfordert vom permanenten Andrang und von einer allgemeinen Mangelsituation, die Asylsuchenden wiederum käm­pfen verzweifelt um ihr Recht und ihre Würde.

Gleich zu Beginn des Films scheint es wieder soweit: Nach einem nächtlichen Notruf von einem leckgeschlagenen Boot mit 300 Men­schen an Bord kreuzt die Küstenwache einen Tag und eine Nacht vor Lampedusa – ohne eine Spur zu finden. Später untersucht die Sozial­arbeiterin Paola ein angeschwemmtes Wrack und sammelt Habselig­keiten ein – hier ein Tagebuch, da ein Babyfläschchen. Vieles kommt in ein eigenes Museum, das auf reges Interesse der Medien stößt – mehr als die Flüchtlinge selber.

„Wir sind die einzigen, die um sie trauern”, sagt Bürgermeisterin Giu­si Nicolini, die sich verzweifelt um EU-Unterstützung bemüht. Das ist nicht ihr einziges Problem: Die Fähre, die die Insel mit Sizilien verbindet, ist abgebrannt. Und die neue ist älter als die alte. Nur drei Lastwagen fasst sie, zu wenig, um neben dem Abfall auch den Fang der örtlichen Fischer nach Sizilien zu transportieren. Also streiken die Fischer und hindern die Fähre am Einlaufen. Gleichzeitig fordern 25 Flüchtlinge, die seit drei Monaten auf Lampedusa festsitzen, ihren Weitertransport. (nach: viennale.at; kleinezeitung.at; unimag.at)

Jakob Brossmann: „Man muss eine Form der Solidarität finden, die uns EuropäerInnen und die Ankommenden in einem Bild vereint. Es ist ein Film darüber, wie die Ränder Europas mit den Problemen alleine gelassen werden – und darüber, wie gelebte Solidarität und mensch­­liche Begegnung eine Antwort darauf sein könnten.”

Österreich/Italien/CH 2015; Regie: Jakob Brossmann; Kamera: Serafin Spit­zer, Christian Flatzek; Schnitt: Nela Märki; Ton: Maximilian Liebich, Axel Traun, Jakob Brossmann; (DCP; 1:1,85; Farbe; 93min; italienische ORIGINAL­FASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

ÖGB verbannt Putschlüge

70 Jahre ÖGB, 70 Jahre 2. Republik, 70 Jahre Ende des 2. Weltkrieges, 60 Jahre Staatsvertrag: All diese Ereignisse wurden gebührend gefeiert. Heuer jährte sich auch die größte Streikbewegung der 2. Republik zum 65. Mal. 500.000 Arbeiter_innen streikten gegen den vom ÖGB und AK akzeptierten 4. Lohn-Preis-Pakt der Regierung. Er sah die drastische Erhöhung für Grundnahrungsmittel, Strom und öffentlichen Verkehr vor, der eine nur weit geringere Erhöhung der Löhne entgegenstand.