Monthly Archives: Januar 2017

Den Ernst der Lage nicht begriffen!

Mindestlöhne, ein Thema das bewegt. Die Grünen verlangen gesetzlich mindestens 1.750 Euro im Monat, der ÖAAB 1.600 Euro notfalls ebenfalls gesetzlich. Ähnlich der Gewerkschaftliche Linksblock im ÖGB (GLB), die Linksgewerkschafter_innen verlangen bei einer 30-Stunden-Arbeitswoche, 13 Euro die Stunde und das steuerfrei und wertgesichert. Jetzt schlägt auch Bundeskanzler Christian Kern – wenn auch auf niedrigeren Niveau – in die gleiche Kerbe.

„A wie Anfang. A wie Anpacken. A wie Austria.“ Oder, A wie Anbiederung?

Die Wahlen rücken näher, die „führenden Sozialdemokrat_innen“ (nur sie?) sehen ihre Felle dahinschwimmen. Ihr neuer „ Wunderwuzzi mit Kern“ hat in seiner Welser Grundsatzrede die „Lösung“ skizziert, beziehungsweise wurden sie in einer knapp 150-seitigen Broschüre zusammengefasst.

Volksbegehren gegen TTIP, Ceta und TiSA

Die Eintragungswoche für das Volksbegehren ist vom 23. bis 30. Jänner.  In diesem Zeitraum auf zur Gemeinde um deine Stimme gegen diese Handelsabkommen abzugeben.

Sobotkas Stasi-Staat!

Stellt euch vor, ein Innenminister der DDR hätte „präventive Fußfesseln“ für seiner Meinung mögliche Staatsverräter_innen verlangt. Oder er hätte die akustische Mobilfunk-Überwachung im öffentlichen Raum gefordert und diese „digitalen Ohren“ auch noch mit den „videoellen Augen der Straßenüberwachung und den zahlreichen privaten Überwachungskameras als neues „Staatssicherheitsnetz“ koppeln wollen?

Schöne neue Welt

Nix Neues, aber immer wieder ärgerlich:  Lohndumping, einsparen von Personal und damit den Profit erhöhen, heißt die Devise.

Zwei Beispiele: Bei semiprivaten Unternehmen wie die Post ist man es schon gewohnt: erst Schließen von zig Postämtern, dann Self-Service beim Paketpostdienst. Aus drei mach zwei, ist der Slogan.

SPÖ-Politiker Ritsch für Mindestlohn

Der im September als Vorarlberger SPÖ-Chef zurückgetretene Michael Ritsch (…) formulierte auch eine persönliche Forderung: „Viele Leute kommen mit ihrem Einkommen nicht mehr aus. Es müsste rasch ein Mindestlohn in Höhe von 1.500 Euro netto eingeführt werden.“ (…)

27.1.2017: Lichtbildervortrag: Kuba 2016

KPÖ-Lokal, Gumppstraße 36, 6020 Innsbruck

Zwischen karibischer Lebensfreude und der Revolution ist eine Gesellschaft entstanden, wie sie frecher, lebhafter und widersprüchlicher kaum sein könnte. In seinem Lichtbildervortrag erzählt Michael Graber vom unerschöpflichen Improvisationstalent der Kubanischen Bevölkerung. Er präsentiert atemberaubende Naturaufnahmen aus der der Sierra Maestra und Interviews mit Menschen, die ihm im Zuge seiner Studienreise durch die Ostprovinzen von Holguin bis Santiago im November 2016, kurz vor dem Ableben von Fidel Castro, begegneten.

Tirol: Bei der Arbeitslosigkeit die Insel der Seligen?

Bei einem prognostizierten Stand von 338.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 6.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 21.457 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31.12.2016 die Arbeitslosenquote in Tirol 6,0 Prozent  (Dezember 2015: 6,5 %). „Auch im Dezember weist Tirol den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit auf“, erklärt dazu Anton Kern, Landesgeschäftsführer des AMS Tirol, die Arbeitsmarktdaten des Dezembers 2016. „Man kann natürlich alles schön reden“, kommentiert dies Josef Stingl, Bundesvorsitzender und Tiroler Sprecher des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB).

Erwerbsarbeitslosigkeit und Repression auch unter Kern und Stöger

Die Zahl der offiziell von der Regierung als arbeitslos gezählten Menschen steigt im Jahresschnitt 2016 weiter an, und zwar um 2.981 auf 357.313. Trotz Einführung der obrigkeitsstaatlichen Ausbildungspflicht, mit der erwerbsarbeitslose Jugendliche in Zwangskursen versteckt werden, ist keine Ende der Dauerkrise in Sicht: Die durchschnittliche Vormerkdauer stieg 2016 wieder stark an, und zwar um 34 Tage bzw. um 22,6% von 151 auf 185 Tage. Vor allem ältere Arbeit Suchende, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Zuwanderer leiden weiter unter dem Ausschluss vom Erwerbsleben.

TT-Leserbrief zum Thema: „Ich steh’ auf Verantwortung“

Da ist wohl etwas durcheinandergeraten. Bitte, wo steht in der Bibel bzw. in den Evangelien etwas zur Gerechtigkeit für Leistungswillige? Jesus spricht von Liebe zu den Nächsten und davon, dass der Mensch das Gute, das er oder sie den Mitmenschen angedeihen lässt, ihm selbst tut. Und Papst Franziskus schlägt in dieselbe Kerbe und geißelt Gier und Habsucht der Superreichen und Mächtigen. Weg mit den Lohnnebenkosten? Die Frage löst eine Gegenfrage aus: Woher soll das Geld für Schulen, Spitäler, Forschung, ja und auch Bankenrettung oder Menschen, deren Arbeitsplatz einfach vernichtet wurde, kommen?