Monthly Archives: Februar 2017

Wenn Donnerstagabend schon Wochenende ist

Unter dem Schlagwort „Flexibilisierung der Arbeitszeit“ wird aktuell vor allem ein Mehr an Arbeit diskutiert. Einige Betriebe gehen in die andere Richtung: Freitag ist ein Tag, den die meisten Berufstätigen mögen. Gedanklich ist man schon bei den Wochenendplänen, die Arbeitswoche neigt sich dem Ende zu. Nicht so beim Grazer Technologieunternehmen für Fahrrad-Promotion, Bike Citizens:

Unsinniger Donnerstag, oder das Ei im Wintergarten!

 

Für Geflügel jeder Art gilt seit 8. Jänner in ganz Österreich und daher auch in Tirol Stallpflicht. Grund für die bundesweit verordnete Stallpflicht sind Fälle von Vogelgrippe außerhalb von Tirol. Die Produzent_innen von Freilandeiern (Anm.: früher waren die Hühner die Produzentinnen der Eier, ist das heutzutage anders?)  dürfen ihre Eier aber weiterhin als „Freilandeier“ verkaufen – auch wenn es keine sind. Das gilt so lange die verordnete Stallpflicht gilt.

GLB: Kritik am Beschäftigungsbonus der Regierung

Der jetzt von der Regierung hochgejubelte Beschäftigungsbonus wird durch Senkung der Lohnnebenkosten auf Kosten einer Ausdünnung des Sozialsystems finanziert, die Lohnabhängigen müssen sich also die zusätzliche Beschäftigung durch Verschlechterungen an anderer Stelle selber finanzieren, kritisiert Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Der Zwölf-Stunden-Arbeitstag – zurück ins 19. Jahrhundert?

Die Einführung flexiblerer Arbeitszeiten ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen wünschen sich viele Beschäftigte flexiblere Arbeitszeiten und sie können tatsächlich zu einer Steigerung der Arbeitszufriedenheit führen, gleichzeitig bergen sie aber auch viele Gefahren.

GLB: Bemerkungen von Muchitsch zu Demonstrationen sind untragbar

Als untragbar und schlechten Faschingsscherz bezeichnet Oliver Jonischkeit, Bundessekretär des Gewerkschaftlichen Linksblocks im ÖGB, die jüngste Presseaussendung des Vorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch, zur Versammlungsfreiheit.

Rechtsdrift!

Der Beschäftigungsbonus: Geht es nach der Bundesregierung, soll es diesen in Form der dreijährigen Vergütung der halben Lohnnebenkosten für  die Schaffung eines neuen Arbeitsplatzes geben. Klingt wunderschön! Nur, Kapitalist_innen schaffen nur dann Arbeitsplätze, wenn sie das dafür  notwendige – produktiv bis zum Letzten ausgereizte Arbeitsvolumen sehen. Denn, Arbeitsplätze ohne entsprechender „Vollproduktivität“ wäre nach ihrer Philosophie selbst mit einer 50prozentigen Lohnnebenkostensubvention ein unnötiger Profitverlust!

Leist zum Welttag für soziale Gerechtigkeit: 1.700 Euro Monatslohn sind das mindeste!

Anlässlich des heutigen Welttages für soziale Gerechtigkeit bekräftigt Tirols ÖGB-Vorsitzender Otto Leist seine Forderung nach einem kollektivvertraglichen Monatslohn von 1.700 Euro brutto. „Das Aus für Niedriglohnbranchen wäre ein wichtiger Schritt zu sozialer Gerechtigkeit. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt nachweislich bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1.500 Euro“, so Leist. Derzeit verdienen in Österreich 138.000 Menschen, die einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, weniger als 1.500 Euro brutto.

Diese 4 Länder zeigen, dass der Mindestlohn keine Arbeitsplätze vernichtet

Die Regierung plant einen Mindestlohn von 1.500 Euro bis Sommer 2017. Seit das Vorhaben bekannt ist, überschlagen sich industrienahe Think Tanks wie EcoAustria und Agenda Austria mit drastischen Prognosen: Der Mindestlohn würde zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen ins billige Ausland führen, Investitionen unattraktiver machen und Preise erhöhen. Ähnlich drastische Prognosen gab es auch in Deutschland vor der Einführung des Mindestlohns vor zwei Jahren – keine davon hat sich bewahrheitet. Die einzig empirisch belegte Folge eines Mindestlohns ist, dass die Löhne im Niedriglohnbereich steigen.

Streit um Mindestlohn

Die geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 1500 Euro brutto beschäftigte gestern, Donnerstag, nicht nur den Sozialausschuss des Parlaments, sondern auch die politischen Akteure.
Gewerkschaft und Arbeiterkammer argumentierten, dass die Erhöhung keine Arbeitsplätze kosten würde. Sie reagierten damit auf eine Berechnung des Think-Tanks Agenda Austria, wonach der Mindestlohn mindestens 20.000 Jobs vernichten würde, davon 1050 im Handel und 2900 im Gewerbe.

Furtlehners Blog: 1.700 Euro Mindestlohn am Sankt Nimmerleinstag?

„Was ist uns die Arbeit wert?“ fragt der ÖGB im Gewerkschaftsblatt „Solidarität“ zu den Verhandlungen der Sozialpartner über einen Mindestlohn, der diesen von der Regierung verordnet wurde. Die Fakten sind beschämend: 356.500 Berufstätige (149.100 Vollzeit- und 207.400 Teilzeitbeschäftigte) – davon zwei Drittel Frauen – verdienen laut Statistik Austria weniger als 1.500 Euro brutto (1.199 Euro netto) monatlich.