Monthly Archives: Februar 2017

GLB: „Industriellenvereinigung als gewöhnliche Lohnräuber“

Wien – Im, von der Regierung an die Sozialpartner delegierten, Streit um einen österreichweit einheitlichen Mindestlohn und die von Seiten der Wirtschaft geforderten Arbeitszeitflexibilisierung, wird der Ton zunehmend rauher. So bezeichnet Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), in einer Aussendung am Mittwoch, die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer als „gewöhnliche Lohnräuber“. Und er spart auch nicht mit Kritik an NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker, den er als „Asozialsprecher“ bezeichnet, der im Vorfeld wiederum die Arbeiterkammer heftig kritisiert hatte.

CETA im EU-Parlament beschlossen – Ein Kommentar auf einen Kommentar

Mit 408 Ja-Stimmen zu 254 Nein-Stimmen bei 33 Enthaltungen fiel das Votum für CETA im EU-Parlament ausgesprochen deutlich aus. Die Debatte dazu war ausgesprochen hitzig. Während die Abgeordneten der EVP und die Liberalen das Abkommen verteidigten, stimmen Linke, Grüne und Rechtspopulisten und Rechtsextreme dagegen. Die Sozialdemokratie war gespalten. Allerdings ist sie großteils umgefallen. Anders wäre eine derart breite Mehrheit zugunsten des fragwürdigen Abkommens nicht möglich gewesen.

Vida-Chef Hebenstreit: „Brutaler Lohnraub“

profil: Die Regierung gibt den Sozialpartnern bis Juni Zeit, sich über eine Arbeitszeitflexibilisierung zu einigen. Die Wirtschaft sagt: Gearbeitet werden soll, wenn Arbeit anfällt. Was haben Sie dagegen?
Roman Hebenstreit: Flexibilisierung klingt schön. Wovon aber reden wir? Im Arbeitszeitgesetz geht es um Willensfreiheit. Der Arbeitnehmer ist im Verhältnis zum Arbeitgeber der Schwächere und soll geschützt werden, und zwar nicht nur im klassischen Sinne vor Gefahren für Leib und Leben, sondern auch gegen Willkür.

GLB warnt vor Junktimierung Mindestlohn kontra Zwölfstundentag

Als ganz gewöhnliche Lohnräuber agieren Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer sowie ihre politischen Sprachrohre wie etwa die NEOS, meint Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), zur aktuellen Debatte über eine noch weitergehende Flexibilisierung der Arbeitszeit.

Prüfstein für die Sozialpartnerschaft?

Es geht um viel: Aufschwung für Wirtschaft und hunderttausende Arbeitnehmer – sowie die schlingernde Koalition. Aber auch für die Sozialpartner selbst. Können Foglar und Leitl an die Legenden Anton Benya und Rudolf Sallinger noch einmal anschließen, oder meldet sich die brüchig gewordene Schattenregierung der Zweiten Republik ab?

Mindestlohn ist nicht arbeitsplatzschädigend

Die Einführung eines Mindestlohns in Österreich in Höhe von 1.500 Euro würde jährliche Mehrkosten von 900 Millionen Euro mit sich bringen. Dies hat das Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria errechnet, wie der neue „trend“ berichtet. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kommt, nur auf die Vollzeitbeschäftigten bezogen, auf 200 bis 300 Mio. Euro pro Jahr, heißt es.

Mitterlehner würde Mindestlohn über General-KV regeln

Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) beharrt auf der im neuen Regierungsprogramm festgeschriebenen Forderung an die Sozialpartner, bis Juni eine Einigung zu mindestens 1500 Euro Entlohnung sowie flexibleren Arbeitszeiten zu finden. Kommt aber bis zum Sommer nichts zustande, wird die Regierung das Thema eigenständig lösen.

Raus aus der Teilzeitfalle

Deutschland: Das Arbeiten in Teilzeit kann praktisch sein. Wer Kinder hat oder Angehörige pflegt, muss seinen Job nicht sofort kündigen. Beschäftigte haben das Recht auf die Reduzierung ihrer Wochenarbeitsstunden. Doch wer seine Stundenzahl reduziert, geht bislang auch ein Risiko ein. Denn eines wird Beschäftigten bislang nicht garantiert: die Rückkehr auf eine Vollzeitstelle. Das will der Gesetzgeber jetzt ändern.

LINKE-Chefin Kipping: Arbeitszeitverkürzung und Arbeitsumverteilung sind die beste Burnout-Prävention

„Wir meinen, die Arbeitswoche der Zukunft sollte um maximal 30 Stunden kreisen. Zudem sollte jeder Beschäftigte im Laufe eines Arbeitslebens zweimal das Recht auf eine bezahlte Auszeit in Form eines Sabbatjahres haben.

Stimmen zu Mindestlohn und Regierungspaket

Bei den Dauerbrennern Arbeitszeitverkürzung und Erhöhung des Mindestlohns gibt sich Bernhard Achitz (Anm. d. Red.: Leitender Sekretär des ÖGB) unnachgiebig. „Wir sind der Meinung, dass über eine Arbeitszeitverkürzung diskutiert werden muss. Aufgrund der Arbeitsverdichtung braucht es auch einen entsprechenden Ausgleich.“