Monthly Archives: März 2017

Neue Jobs seit 2011 fast nur mehr Teilzeit

Im Jahr 2016 hat es in Österreich 4,22 Millionen Erwerbstätige und 270.000 Arbeitslose gegeben. Von den Erwerbstätigen waren 3,68 Millionen Menschen unselbstständig beschäftigt. Im Vergleich zu 2011 sind das um 167.800 Erwerbstätige mehr. Der Zuwachs konzentrierte sich auf Unselbstständige und erfolgte nahezu ausschließlich im Teilzeitbereich. Die Teilzeitquote erhöhte sich insgesamt von 25,3 auf 28,7 Prozent. Zwischen Männern und Frauen gab es große Unterschiede.

Mindestlohn: Bis jetzt klar vergeigt…

Während ihre Chefs zu den Spitzenverdienern im Land zählen, kommen die überwiegend weiblichen Bürokräfte in Österreichs Rechtsanwaltskanzleien auf ein recht karges Salär. Bei den Anwälten gibt es nur eine „Entlohnungsrichtlinie“, also Gehaltsempfehlung und diese liegt bei 1.250 Euro brutto im Monat. Für die Gewerkschaft GPA-djp  „völlig inakzeptabel“, schließlich soll auf Geheiß der Regierung bis Jahresmitte ein generelles Mindestniveau von 1500 Euro erreicht werden.

Bankangestellte protestierten vor Wirtschaftskammer

Tiroler Betriebsräte haben heute vormittag in Innsbruck für mehr Gehalt demonstriert – und zwar direkt vor der Wirtschaftkammer in der Innsbruck Meinhartstraße. Hintergrund dieser Aktion: Bei der derzeit laufendend KV-Verhandlungen der Bankangestellten. Die GPA-djp forderte zuletzt 1,60 Prozent mehr Gehalt. Die Bankenbosse boten 0,8 Prozent plus 6,50 Euro.

Lohnabhängige nutzen Jahresausgleich viel zu wenig

Auf das enorme von den Lohnsteuerzahler_innen nicht genutzte Potenzial von Steuerrückzahlungen im Wege des Jahresausgleichs, der sogenannten Arbeitnehmer_innenveranlagung, weist auch heuer wieder die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) hin: „Alle Lohnabhängigen sollten jetzt diese Möglichkeit nützen und durch einen Antrag beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt oder Online einen Jahresausgleich für 2016 einreichen, auch wenn gesetzlich dazu eine Frist von fünf Jahren eingeräumt wird“ betont GLB-Bundesvorsitzender Josef Stingl.

Im freien Fall…

Die Europabrücke galt bei der Eröffnung im Jahre 1963 als Herzstück der Brennerautobahn (A13) und wurde als Jahrhundertprojekt gefeiert. Heute würden sich viele freuen diesem Jahrhundertwerk entwichen zu sein. Die Brücke ist heute das Symbol für die verkehrte Verkehrspolitik, der im eigenen Land und der in der Europäischen Union. „Der Traum von der schnellsten und bequemsten Alpentransversale löste sich auf im Rauch der Abgase von Millionen Lastwagen und Autos, die fortan Jahr für Jahr im Nord-Süd-Verkehr durch Tirol rollten“, meinte am 1. Juni 2013 dazu treffend Mario Zenhäusern im Leitartikel der „Tiroler Tageszeitung“.

Gericht hebt Betriebsratswahl bei Takko auf

Die erste Betriebsratswahl bei Takko in Österreich im Dezember 2015 ist nicht rechtmäßig abgelaufen, zu diesem Urteil kommt jetzt auch das Arbeits- und Sozialgericht Wien. Der größtenteils mit Mitgliedern der Führungsebene besetzte Wahlvorstand hatte eine zweite, von der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) unterstützte Liste nicht zugelassen. Die GPA-djp unterstützte die Spitzenkandidatin bei der Anfechtung der Wahl.

GLB: Probleme bei der ärztlichen Grundversorgung sind systembedingt!

Kaum im Amt und die neue Gesundheits- und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ ) ist mit den ersten Drohgebärden der Ärztekammer konfrontiert. Diese macht gegen die geplanten Primärversorgungszentren, in denen mehrere Ärzt_innen und Therapeut_innen unter einem Dach zusammenarbeiten sollen, mobil. Während sich die Ministerin dadurch eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung erwartet, behauptet die Ärzteschaft genau das Gegenteil.

GLB weist Verzögerungstaktik der Wirtschaftskammer zurück

Nur als gezielte Verhöhnung der Betroffenen kann die Absicht einiger Branchen wie Friseure, Konditoren, Textilreiniger, Gärtner und Floristen interpretiert werden den von Regierung und Sozialpartnern ins Auge gefassten Mindestlohn von 1.500 Euro erst bis 2025 zu realisieren, meint Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Im Klartext kalkuliert die Wirtschaftskammer damit, dass die meisten betroffenen Branchen den nächsten acht Jahren in das Limit „hineinwachsen“ und dass die 1.500 Euro von heute dann natürlich deutlich weniger wert sind.

Zum Verzweifeln, bin schon wieder Stalinist!

Ich bin Kommunist! Hätte ich für jeden Stalinismusvorwurf einen Euro bekommen, wäre ich zwar kein Millionär, allerdings mein Bankkonto wäre wohlgenährt. Ich bin auch Gewerkschafter, und dass ich in dieser Funktion einmal – und das gleich in einem Topf mit meinen sozialdemokratischen, grünen und christlichen Kolleg_innen – wiederum zum Stalinisten mutiere, konnte ich mir bis jetzt nicht vorstellen. Der ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner macht‘s möglich.

Alles Verkehr(t)

Wer kann sich noch erinnern? Als vor einigen Jahren die Einsatzfahrzeuge vom Pannenstreifen in die Rettungsgasse umgeleitet wurden, gab es böse, bitterböse Unkenrufe. Die ewigen »Schwarzseher_innen« befürchteten den stillen Einstieg in die dritten Autobahnspur. Herrschende Politik und ihre Straßenverwaltungspartnerin, die ASFINAG, hatten dies sofort vehementest dementiert. Jetzt ist es soweit! Der Ruf nach einer dritten Spur auf der Inntalautobahn (A 12) wird lauter.