AK-Umfrage: Arbeitsbelastungen bereits groß genug!

Bei der heutigen Vollversammlung der Tiroler Arbeiterkammer steht die Unternehmensforderung nach dem »Zwölf-Stunden-Arbeitstag« im Mittelpunkt des Arbeitnehmer_innenparlaments. Laut einer AK-Umfrage geben mehr als zwei Drittel aller Befragten an, dass die Belastungen am Arbeitsplatz bereits jetzt groß genug sind. Die Tiroler Lohnabhängigen arbeiten nach eigenem Empfinden ausreichend und bei einem Fünftel der Befragten werden die Überstunden unkorrekt abgerechnet.

Konträr dazu der zuständige Tiroler »Arbeits«-Landesrat Johannes Tratter. Er erklärt, dass es keinen Weg um den 12-Stunden-Arbeitstag gibt. Damit dabei die Beschäftigten nicht »draufzahlen« soll die 11. und 12. Arbeitsstunde eine bezahlte Überstunde sein. Im schwebt ein Zeitwertkonto vor, auf das die Überstunden, Zulagen, Prämien usw. wandern und diese später als Freizeit konsumiert werden können. Dass dies ein Weniger im Börsel der Lohnhängigen und die Beseitigung des Überstundenzuschlags für die neunte und zehnte Arbeitsstunde bedeutet, verschwieg er wissentlich.

Die heutige Schwerpunkt-Themensetzung der AK-Vollversammlung ist begrüßenswert. Alle vier Fraktionen haben zur Vollversammlung Anträge gegen Arbeitszeitflexibilisierung eingebracht. Eine einheitliche Einigung aller Fraktionen erscheint möglich. Denn breiter Widerstand ist notwendig, für ein »Nein zu 12-Stunden-Arbeitstag! Ohne Wenn und Aber!«