Angstmache vor Mindestlohn

Tatsächlich haben die Sozialpartner mit gutem Grund keinen Mindestlohn vereinbart: Diese vermeintlich so positiv klingende Einrichtung treibt die Arbeitslosigkeit in die Höhe. Der Jungpolitiker Kern wäre gut beraten, die professionellen Lohnverhandler zu fragen, bevor er vollmundig ein Instrument einführt, das enormen Schaden anrichtet“, schreibt heute die „Salzburger Nachrichten“.

Bloße Angstmache, mit gleichem Argument hausierten die Deutschlands Unternehmer_innen vor der Einführung Mindestlohns. Beim Neujahrsempfang des DGB-Ortskartell Nördlingen berichtete Gewerkschaftssekretärin Silke Klos-Pöllinger allerdings anderes:

„Nicht als Arbeitsplatzvernichter habe sich der jetzt angehobene Mindestlohn erwiesen. Im Gegenteil: Bei un- und angelernten Bayern seien die Verdienste um 3,5 Prozent gestiegen, die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 5,4 und im besonders relevanten Gastgewerbe sogar um 12 Prozent. Über manche Dinge gebe es aber auch verständnisloses Kopfschütteln, beispielsweise, wenn die Rente nach 40 Jahren im Job nicht mehr reiche….“