Weg mit den Urteilen der Austrofaschisten!
Februar-Gedenken und Verleihung der Otto-Bauer-Plakette an Franz Gastl und Dietmar Höpfl
„Wir verneigen uns vor dem unsterblichen Opfermut der Frauen und Männer des 12. Februar 1934, die für die Verteidigung der Demokratie gekämpft und gelitten haben. Wir geloben auch, die sozialdemokratischen Werte von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zu verteidigen“, sagte Helmut Muigg von den FreiheitskämpferInnen zu Beginn der gut besuchten Gedenkveranstaltung am 12. Februar. Er forderte die Rehabilitation der zwölf verurteilten Schutzbündler aus Wörgl, Häring und Kirchbichl, deren harte Urteile noch heute Gültigkeit haben.
Walter Plasil, als kritischer Sozialdemokrat zur Gedenkrede eingeladen, hielt fest, „dass die Sozialdemokratie in der Ersten Republik eine klassenkämpferische und sozialrevolutionäre Bewegung war, mit hohem Stellenwert der internationalen Solidarität“. Er erinnerte an die letzten Worte des Schutzbundführers Ing. Georg Weissel, bevor er 1934 hingerichtet wurde: „Es lebe die Dritte Sozialistische Internationale“.
Stadtrat a.D. Franz Gastl und Dietmar Höpfl erhielten im Rahmen des Gedenkens die Otto-Bauer-Plakette überreicht. Gastl für seine Verdienste als SJ-Obmann nach dem Krieg und weil er die Leistungen der Häringer und Kirchbichler Bergknappen während des Februar 1934 vor dem Vergessen rettete und Höpfl für seine Leistungen als SJ- und Kinderfreunde-Funktionär und Gemeinderat. Höpfl hat sich während seiner aktiven Zeit mit allen unerschrocken angelegt, von denen er seine sozialdemokratischen Wertevorstellungen bedroht sah.
Die Otto-Bauer-Plakette wird von den sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen an Persönlichkeiten verliehen, die sich besonders um die Bekämpfung des Faschismus, Rassismus und Antisemitismus verdient gemacht haben.

