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Mittwoch, 08. September 2010, 10:43 Uhr

Ernsthafter Faschingsausklang

Querdenker
von Josef Stingl
Im Vorfeld der Wirtschaftskammerwahl versucht sich der Bundes-SP-Finanzsprecher Christoph Matznetter als Liebkind der Hotelier- und BeherbergungsbetreiberInnen. Unter der Devise „Tourismus helfen“ forderte er die Senkung der Mehrwertsteuer von zehn auf fünf Prozent für die Übernachtungen . Darüber hinaus verlangte er weitreichende Saisonverlängerungen zu Gunsten über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehenden qualifizierten Arbeitsplätzen. Interessant der Zeitpunkt der Forderungen, nämlich anlässlich seines Tirol-Besuchs, am Rosenmontag! Der Rosenmontag ist der vorletzte Tag des Faschings – insofern kann man Matznetters Forderungen „ernsthaft“ in Betracht ziehen, aber als gelungenen Faschingsscherz und nicht als Lösungsansatz für die leidgeprüften vom Tourismus lebenden Menschen in Österreich.

Warum, nicht die Mehrwertsteuer ist das Problem des Ausbleibens vieler Winter-, aber auch SommerurlauberInnen. Die Gründe sind vielmehr in der Preisgestaltungprofitgierender TouristikunternehmerInnen und in den „Unternehmens-Krisenmanagemen“ mit Lohndruck, Kurzarbeit und Kündigungen zu suchen. Immer mehr Menschen können sich Urlaub in Österreich einfach nicht mehr leisten! Abgesehen davon, müsste Herr Matznetter als SP-Finanzsprecher eigentlich wissen, dass ein dritter Mehrwertsteuersatz in der EU erst gar nicht möglich wäre.

In die „Abteilung Lächerlichkeit“ fällt auch Matznetters zweite Forderung nach weitreichender Saisonverlängerung. Ja, man kann die Wintersaison schon im September starten und erst im Mai beenden – einziges Problem die fehlende Schneelage, denn bei Plusgraden jenseits der Zehngrad-Marke stellt sich selbst die künstliche Beschneiung als unmöglich heraus. Oder will der SP-Finanzsprecher die klimageschädigten Gletschergebiete mit Schihallen á la Bottrop oder Dubai ersetzen? Auch die Verlängerung der Sommersaison stellt sich als Problem heraus. Hier fehlt`s an den entsprechenden mehr an Sonnentagen. Und dieses Problem ist nicht einmal mit Hallen lösbar.

Zur Abrundung seines Rosenmontag-Programms hätte er vielleicht noch die Lohnsteuerbefreiung für die Gastgewerbebeschäftigten verlangen können. Nur das ist ebenfalls umöglich, den vielen dieser wird ein nicht unbeträchtlicher Teil ihres Lohnes schwarz aufgezwungen, und ist somit bereits lohnsteuerfrei, aber auch pensions-, kranken- und arbeitslosengeldvermindernd. Für diese finanzkriminellen Machenschaften vieler Hotelier- und GastgewerbeunternehmerInnen hat der Sozialdemokrat Matznetter aber keine Lösung parat gehabt.

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Ernsthafter Faschingsausklang
Autor: robin am Dienstag, 16. Februar 2010, 10:41 Uhr
" Abzocke - ohne 'Grüß Gott' und 'Guten Morgen' ! ", so bezeichnete einmal ein deutscher Urlaubsgast das Klima in unseren Tiroler Gaststätten und Hotelbetrieben.

Dass solche Kritik in berechtigter Weise auch einmal von Seite der Angestellten kommen könnte?
- Dazu fehlt den meisten der Mut ! Und viele von ihnen verstehen sehr oft nicht einmal Sprache und Kultur...


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robin
Ernsthafter Faschingsausklang
Autor: Anonymous am Dienstag, 16. Februar 2010, 14:53 Uhr
Ah......und ich dachte schon er fordert die 20% auf Medikamente auf 10% zu senken. Was für ein Irrtum Genosse Maznetter, Freundschaft!