OFFENER BRIEF an Herrn K.
Oder: Ich bin ein "Institutsschädling"!
Der derzeitige Leiter des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, an dem ich seit 21 Jahren arbeite, Prof. Dr. Ferdinand Karlhofer, hat mir in einer öffentlichen Erklärung in einem übrigens wenig seriösen Teil der scienceblogs.de, die er am 17.2. an 30 weitere KollegInnen versenden ließ, vorgeworfen, einen "Schaden" am "Ruf des Instituts" angerichtet zu haben (www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/02/haiti-haarp-tesla-claudia-von-werlhof.php ). Ich bezeichne mich daher ab sofort als "Institutsschädling"!
Dennoch ist mir unklar, welcher Ruf hier – außer vielleicht der meine durch Herrn K. – beschädigt worden ist und wodurch. Ich weiß noch nicht einmal, welchen „Ruf“ das Institut genießt, und vor allem, wem gegenüber. Nun soll dieser Ruf ein anderer, schlechterer geworden sein, und zwar dadurch, dass ich persönlich und keineswegs im Namen dieses Instituts ein Interview gegeben habe. Wie ist das möglich? Warum unternimmt Herr K. den völlig überflüssigen Versuch, öffentlich etwas zurechtzurücken, was ich allein zu vertreten habe?
Den Grund, den Herr K. für das Eintreten dieses angeblichen Schadens genannt hat, ist meine Aussage in einem Interview im Standard, Wochenendausgabe 13./14.2.2010 zum Thema Krise: „Wo ist das Geld?“, in dem ich unter der Überschrift „Kapitalismus, ein Zerstörungsprojekt“ am Schluss darauf hingewiesen habe, dass das Erdbeben in Haiti womöglich kein natürliches, sondern ein mechanisch produziertes gewesen sein könnte. Dies wird jedenfalls international diskutiert.
Herr K. „bedauert“ diese Aussage und „bekundet“ auch allgemein: „In diesem Interview spiegelt sich nicht das Wissenschaftsverständnis des Instituts wider“. Leider konkretisiert er nicht, was ihm sonst noch an dem Interview nicht zugesagt hat. Das scheint im Vergleich zu der Haiti-These nicht von Interesse gewesen zu sein. Dabei habe ich nichts Geringeres als die theoretisch, ja paradigmatisch völlig neue Sicht der in Innsbruck in über 20 Jahren entstandenen „Kritischen Patriarchatstheorie“ auf die Neuzeit und Moderne als „kapitalistisches Patriarchat“ und historisch tief verankertes Projekt einer „Schöpfung aus Zerstörung“ vertreten, die es inzwischen objektiv nötig macht, der - an ihre dadurch nun auftretenden Grenzen geratenen - westlichen Zivilisation eine Alternative entgegen zu setzen.
Der bahnbrechende Fortschritt, den die Kritische Patriarchatstheorie damit für die Wissenschaft bedeuten könnte, wird angesichts eines angeblich anderen „Wissenschaftsverständnisses des Instituts“ also von dessen Leiter noch nicht einmal bemerkt.
Inzwischen liegen erstaunlicherweise über 900 Postings zu diesem Interview sowie einer – mit Verlaub gesagt absurden, projektionsgeladenen und grob Ruf schädigenden sowie völlig ahnungslosen – Stellungnahme eines Mitglieds der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, eines mir unbekannten Herrn Hye, vor, der noch nicht einmal mitbekommen hat, dass die „gender-studies“ so ziemlich das Gegenteil von dem sind, was ich seit über 20 Jahren auf dem 1. Frauenforschungslehrstuhl Österreichs in Innsbruck versuche. Denn da geht es gerade nicht um das weitere Mitmachen und Aufsteigen im modernen Patriarchat, sondern um die grundsätzliche Kritik an diesem als „Zerstörungsprojekt“ und um die deshalb notwendige Suche nach Alternativen zu ihm, auf dass so etwas wie die von Herrn Hye genannte „soziale Sicherheit, Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“ in einem wohlverstandenen Sinne einmal auch für Frauen und alle andere n Kolonisierten gelten können. Denn das tun sie aus Gründen, die Herrn Hye immer noch völlig unbekannt zu sein scheinen, in der Moderne gerade nicht. Ja, diese angeblich der Moderne zu verdankenden positiven Errungenschaften, die in Wahrheit im Allgemeinen aus unserer matriarchalen Vorgeschichte einer egalitären, herrschaftsfreien, klassenlosen und lebensfreundlichen Zivilisation stammen, gelten inzwischen, weltweit gesehen und dank der Globalisierung des Neoliberalismus im Konzerninteresse, mehr oder weniger nur noch für so etwas wie die oberen Zehntausend.
Stattdessen verteidigt Herr Hye die Moderne mit einer völlig auf den Kopf gestellten Argumentation, die historisch – er ist ja offenbar Historiker – gerade nicht standhält, nämlich dass ausgerechnet die Subsistenzproduktion das Übel schlechthin war, von dem uns die Moderne befreit hat, und er scheut sich noch nicht einmal, das stalinistische Terrorregime der Roten Khmer in Kambodscha doch tatsächlich auf die Subsistenzproduktion, um die es in diesem Agrarregime aus seiner Sicht angeblich ging, zurückzuführen. Damit will er mir groteskerweise unterstellen, ich plädierte für Kambodscha als Alternative! Dabei ist die Subsistenzproduktion die Wirtschaftsweise, die im Gegensatz zur Neuzeit und Moderne gerade nicht von stetigem „Mangel, Hunger, kriegerischen Konflikten und Menschenhandel“ geprägt war und ist. Denn die Hälfte der Weltbevölkerung sind bis auf den heutigen Tag kleinbäuerliche SubsistenzproduzentInnen, und allein ihnen ist es zu verdanken, dass trotz der allgemeinen Durchsetzung der Warenproduktion die dadurch arm gemachten Menschen vor allem des Südens immer noch wenigstens etwas zu essen haben. Über den Subsistenzcharakter der modernen Hausarbeit, schließlich, scheint Herr Hye überhaupt noch nie etwas gehört zu haben, obwohl diese Diskussion inzwischen über 30 Jahre alt ist. Aber vielleicht hat er, wenn er über eine Hausfrau verfügt, darüber selber auch noch nicht nachdenken müssen (vgl. www.derstandard.at/1266279140590/Krude-Weltverschwörungstheorien-Kommentare der anderen-).
Was im Zusammenhang mit meinem Interview da auch sonst an Hass, Frauenverachtung, Ressentiments und Gewalt-Fantasien hochgekommen ist, ist eine Sache. Es gab daneben übrigens auch eine Reihe von massiven Sympathie- und Zustimmungsbekundungen, z.B. von Wissenschaftlern wie Dr. Gerhard Hovorka, Ökonom an der Bundesanstalt für Bergbauernfragen oder Künstlern wie Konstantin Wecker, der mir ausdrücklich seine Unterstützung angeboten hat!
Die andere Sache ist „mein eigenes“ Institut sowie sein Leiter, Herr K., an den ich meinerseits einige Fragen richten möchte, die ich der Öffentlichkeit nicht vorenthalten will.
1. Warum hatte es Herr K. mit seiner sich von mir so explizit distanzierenden Stellungnahme so eilig, dass er noch nicht einmal die Zeit gefunden hat, mich erst einmal persönlich zumindest auf diese doch wohl ungeheuerliche Haiti-These anzusprechen, die allein ihn an dem Interview interessiert zu haben scheint, und die ich ja nicht aus dem Hut gezaubert haben kann, aber in dem reichlich kurzen Interview - genauso wie andere Punkte - nicht ausführen konnte? (Er hat diese Zeit bis heute nicht gefunden).
2. Welches ist das Wissenschaftsverständnis an unserem Institut, das hier eingeklagt wird? Ein explizites und offizielles ist mir bisher und trotz 21 Jahren Anwesenheit nicht bekannt. Vielmehr wurde jede Diskussion über inhaltliche Fragen, Theorien, Methoden und Paradigmen der (Politik-)Wissenschaft, die ich immer wieder zu führen versucht habe, strikt abgelehnt!
3. Warum wird also plötzlich von Herrn K. ein explizites „Wissenschaftsverständnis des Instituts“ beschworen sowie eine offenbar immense und gefährliche Abweichung meinerseits davon registriert, die auch noch ein besonderer „Schaden“ für das Institut sein soll? Anders herum gefragt: Warum soll es nun nicht mehr verschiedene „Wissenschaftsverständnisse“ am Institut geben, sondern nur noch eins, und andere, davon abweichende, werden als institutsschädlich nun zu liquidieren versucht und das, ohne jede Diskussion zu führen oder Rücksprache mit mir zu halten? Oder wie ist der Hinweis von Herrn K. zu verstehen, dass ich ohnehin „demnächst emeritieren“ würde, sodass sich das Problem gottlob von alleine löse und daher nicht extra „eingeschritten“ werden müsse? Ja, woran erinnert ein solches Sprechen und Denken uns – ich muss sagen, gespenstischerweise? Und vor allem: an wen richtet es sich?
4. Welches Wissenschaftsverständnis habe ich eigentlich selber, und warum hat dieses „vor Haiti“ niemanden am Institut überhaupt interessiert, - im Gegenteil, es wurde tunlichst negiert -, und hat zumindest keinen öffentlich bekundeten „Schaden“ für das Institut bedeutet? Im Gegenteil, meine zahlreichen Veröffentlichungen und Aktivitäten haben immer einen guten Teil der regelmäßig „nach oben“ zu berichtenden und von dort uns als besonderer Erfolg zurückgemeldeten Forschungs-Leistungs-Dokumentation (FLD) des Instituts an der Universität Innsbruck ausgemacht.
5. Was hat die „Haiti-These“ überhaupt mit (m)einem „Wissenschaftsverständnis“ zu tun? Und worum geht es Herrn K. bei der unvermittelten und unbegründeten Ablehnung dieser These? Und geht es vielleicht um etwas anderes als ein ernst zu nehmendes „Wissenschaftsverständnis“?
Damit kämen wir am Punkt 1 wieder an. Denn da liegt offenbar der Hase im Pfeffer!
Die Frage ist: Warum hat Herr K. sich verhalten, wie er sich verhalten hat? War dieses Verhalten geleitet von der „reinen“ Wissenschaft und ihrem „Verständnis“ als solchem? Oder geht es womöglich um Politik und ihren Zusammenhang mit Wissenschaft?
Wäre dann das „Wissenschaftsverständnis des Instituts“, wie es Herr K. definiert haben möchte, eine von politischen Interessen geleitete (Pseudo-)Politikwissenschaft, die nicht offen als „Linie des Instituts“ benannt oder eingeklagt wird? Und wäre diese Offenlegung des Wissenschaftsverständnisses des Instituts nur dadurch nötig geworden, weil ich mit der „Haiti-These“ eine Art Rubikon überschritten hätte, was nicht umkommentiert bleiben konnte? Warum also sorgte Herr K. jetzt dafür, dass die Dinge öffentlich klar gestellt wurden, egal, wie auch immer sie zustande gekommen waren, und auch dann, wenn „das Institut“ selber gar nichts damit zu tun gehabt hatte? Warum hatte er nicht erst mit mir gesprochen? Musste die Distanzierung schnell erfolgen? Und wem gegenüber und warum? Inwiefern stand die „Reputation“ des Instituts auf dem Spiel?
Ich scheine also ein Tabu gebrochen zu haben. Aber es kann doch wohl kaum darin bestehen, dass die US-Regierung nicht geheimer Machenschaften verdächtigt werden darf. Dagegen stünden internationale Erfahrungen, nicht zuletzt mit dem Irakkrieg. Und habe ich eine solche Verdächtigung aus der Sicht von Herrn K. schon dadurch ausgesprochen, dass ich mit der Haiti-These bereits die zunächst nur theoretische Möglichkeit, dass die US-Regierung einen solchen Angriff unternehmen könnte und dann auch tatsächlich unternommen haben könnte, nicht von vorn herein kategorisch aus meinem Denken ausgeschlossen habe?
Wieso liegt Herrn K. soviel daran, dass aus dem Institut heraus, dessen Leiter er ist, keine Verdächtigungen gegenüber der US-Regierung ausgesprochen werden, selbst wenn sie wissenschaftlich begründbar sind? Vielleicht kann er mir das ja einmal erklären, wenn auch wohl kaum aus einem ernst zu nehmenden „Wissenschaftsverständnis des Instituts“ heraus.
Die berühmte „Verschwörungstheorie“, die neben zahlreichen Kommentatoren originellerweise auch Herr Hye von der ÖAW bemüht, ist doch dann bloß der Holzhammer, mit dem alles Weiterdenken platt gehauen wird, das auch angesichts aufgedeckter \"Verschwörungen\", wie etwa die propagandistische Einfädelung des Irakkriegs, wohl am Platze wäre. Eine solche Politikwissenschaft würde reale Erfahrungen ignorieren und mit Denkverboten operieren! Sie würde aufhören, wo sie beginnen müsste. Und anstatt der Wissenschaft käme der angeblich „moralisch“ – und daher gut? – gemeinte Aufschrei: Wie können Sie von der US-Regierung nur so etwas überhaupt denken!
Dabei operiert so manche US-Regierung selbst mit Verschwörungstheorien und begründet einen Großteil ihrer Politik seit 9/11 damit. Dagegen haben diejenigen, die mir Verschwörungstheorien nachsagen, wahrscheinlich noch nicht viel eingewandt.
Jedenfalls ist es ja nach Hiroshima UND Nagasaki, nach „1, 2, vielen Vietnam“, Kriegen inzwischen in der ganzen Welt (400 Kriegsschauplätze zählt „Ärzte ohne Grenzen“), Guantánamo, Abu Graib, Waffengeschäften und Aufrüstung und und und doch wohl nicht „unmoralisch“ oder gar „abstoßend“- wie mir Herr Hye perverser- und sich selbst entlarvenderweise vorwirft -, der Haiti-These nachzugehen, die ja gar nicht von mir stammen kann. Aber das muss sie auch nicht, um Anlass zum Aufhorchen zu sein. (Ich muss ja auch nicht Naturwissenschaftlerin oder Technikerin sein, um mit der Existenz von PCs und noch ein paar andere Maschinen klar zu kommen).Genau das ist Wissenschaft, Politikwissenschaft, wie ich sie verstehe: den Dingen nachzugehen, anstatt irgendetwas zu glauben, den Vogel Strauß zu spielen oder/und die wirkliche Politik zu vertuschen. Und dazu beizutragen möchte ich alle auffordern!
Wie, wenn es stimmt, wenn Haiti tatsächlich nicht durch ein natürliches Beben zerstört worden wäre? Diesen furchtbaren Verdacht, der mir die Haare zu Berge stehen lässt, kann man doch nicht im Raume stehen lassen. Und wer kann ihn ausschließen? Wer weiß, was wirklich passiert ist? Dem muss doch nachgeforscht werden! Was würden die HaitianerInnen machen, wenn es wirklich so wäre und sie davon erfahren würden? Sie würden jedenfalls nicht als stumme Sklaven nach der Zerstörung die „Schöpfung“ eines neuen, wahrscheinlich neoliberalen und militarisierten Haiti mitmachen, sondern ihre alte Freiheitstradition wiederentdecken! Denn genau sie, die HaitianerInnen haben als erste, vor allen anderen, die – ihre eigene – Sklaverei schon 1804 abgeschafft. Sie haben die 1. antikoloniale Revolution der Moderne vollbracht. Und anschließend wurden sie erneut immer nur geplündert und missbraucht. Von wem wohl? Von uns, den Weißen (Der weiße Fluch, ilabonn: Eduardo Galean o über Haiti).
Deswegen habe ich die Haiti-These aufgegriffen: Eben weil ich will, dass die HaitianerInnen nachforschen, eben weil ich weiß, dass niemand dieses heiße Eisen anfassen würde, eben weil ich mich ihnen verbunden und mich dafür verantwortlich fühle, dass diese These nicht unter den Tisch fällt – ich habe nicht umsonst fast 5 Jahre in Mittelamerika und Venezuela, meiner „2. Heimat“, gelebt und wahrlich an den grass- roots in Stadt und Land geforscht, und ich kenne auch Haiti. Wie sollte ich diese Menschen da im Stich lassen, indem ich den Mund halte über etwas, das ich erfahren habe und das zumindest andere für möglich halten, über das ich schon seit Wochen recherchiere, und das für sie buchstäblich lebenswichtig sein könnte…?
„Moralisch“ besteht die Möglichkeit, dass die Haiti-These stimmt, technisch angeblich auch (das HAARP in Alaska und seine Möglichkeiten, wie z.B. auch der Wettermanipulation, sind seit langer Zeit bekannt, z.B. auch dem EU-Parlament, vgl.
www.europaparl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+XML+VO//DE ), und politisch – geopolitisch, ressourcenpolitisch – erst recht, wenn es nämlich stimmt, dass vor Haiti und Cuba riesige Ölvorkommen entdeckt wurden. Auch faktisch könnte vieles darauf hinweisen, wie z.B. die Tatsache, dass in der gleich angrenzenden Dominikanischen Republik keinerlei Folgen dieses Erdbebens registriert wurden, oder die logistische Meisterleistung, 10.000 US-Soldaten bereits 3 Tage nach dem angeblich so überraschenden Beben organisiert einmarschieren und die Macht in Haiti übernehmen zu lassen. Wozu? Für die Verbesserung der Verteilung von Hilfsgütern offenbar nicht (Daten z.B. bei www.globalresearch.ca). Und wäre nicht Haiti auch ein guter Stützpunkt für die „Rückeroberung“ des immer aufsässigeren Lateinamerikas, etwa nach dem Ende des Irak-Krieges? Nun, die Zukunft wird es zeigen.
Mein Wissenschaftsverständnis orientiert sich an der erfahrenen Realität und nicht an irgendwelchen Kalkülen. Ich galt im Institut daher immer als in diesem Sinne „unberechenbar“, und man hat stets und mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass ich auf keinen Fall irgendwelche MitarbeiterInnen hatte oder gar Institutsleiterin würde (was ich allerdings auch nicht im Mindesten angestrebt habe). Also war ich auch vorher eigentlich immer schon ein potentieller „Institutsschädling“.
Nun hat die Haiti-These Aufsehen erregt und schnelle Reaktionen hervorgebracht, die ein wenig an den bedingten Reflex erinnern, damit aber auch den Hauptteil des Standard-Interviews und seine Aussagen in den Hintergrund verfrachtet haben. Doch trägt die These über Haiti auf diese Weise ihre ersten Früchte. Man blickt vielleicht anders und mit größerer Aufmerksamkeit auf die Insel, mit der die Kolonisierung Amerikas begann, und das nicht - das ist die Ironie der Geschichte - weil ich die Haiti-These öffentlich in Betracht gezogen habe, sondern gerade weil so eine schnelle Abwehr erfolgte. Denn die macht misstrauisch. So war es also ganz richtig, dass ich sie öffentlich gemacht habe, und wer weiß, was sie noch alles bewirkt – hoffentlich nur Gutes – für die Menschen in Haiti! Da kann mann mich ruhig beschimpfen, soviel man und sie wollen!
Dann bin ich eben ein richtiger \"Institutsschädling\".
Claudia von Werlhof, Innsbruck, 23.2.2010

