AUVA: Des Kapitals Leichenfledderei

Durch Sozialministerin Beate Hartinger-Kleins montägig angekündigte „Reform der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA)“ sollen bei der AUVA 430 Millionen Euro eingespart werden. Die AUVA sei damit gerettet, Gewerkschaft und Arbeiterkammer sollen daher endlich „die Goschen halten“. Sie will allerdings damit nur übertünchen, dass es sich um eine Leichenfledderei zugunsten der Unternehmerseite handelt.

Denn zusammengefasst handelt es ich bei der „AUVA-Reform“ um großangelegtes Verschieben von Kosten die bisher von der arbeitgeberfinanzierten AUVA getragen wurden. Sie werden künftig auf die zum Großteil von uns Lohn- und Gehaltsabhängigen finanzierten Krankenkassen abgewälzt: Das Geld, das andere Versicherungsträger der AUVA zahlen, wenn Freizeitunfälle in Unfallspitälern behandelt werden , das Geld, das die AUVA für die Behandlung von Arbeitsunfällen in nicht eigenen Krankenhäusern ausgibt und das Geld für die Entgeltfortzahlung im Krankenstand.

Aber auch direkt kommen die Unternehmer_innen zu einer perfekten Win-Situation durch die neue „AUVA-Reform“. Die Unfallversicherungsbeiträge von derzeit 1,3 Prozent des Bruttolohns werden schrittweise auf 0,8 Prozent gesenkt. Wer die Zeche dafür zahlt ist heute schon klar. Weniger Geld heißt entweder weniger Leistung oder mehr an  Selbstbehalten!

Aber wie meinte ein anderer Blauminister bei seinem Bundespräsidentenwahlkampf: Wir werden uns noch wundern, was alles möglich ist!