Bankangestellte protestierten vor Wirtschaftskammer

Tiroler Betriebsräte haben heute vormittag in Innsbruck für mehr Gehalt demonstriert – und zwar direkt vor der Wirtschaftkammer in der Innsbruck Meinhartstraße. Hintergrund dieser Aktion: Bei der derzeit laufendend KV-Verhandlungen der Bankangestellten. Die GPA-djp forderte zuletzt 1,60 Prozent mehr Gehalt. Die Bankenbosse boten 0,8 Prozent plus 6,50 Euro.

„Aufgrund des inakzeptablen Angebots der Arbeitgeberseite sahen wir uns gezwungen, auch in Tirol Protestmaßnahmen zu organisieren“, meint dazu Doris Bergmann, Betriebsratsvorsitzende der RLB Tirol AG und Sprecherin der GPA-djp Finance-Tirol. „Das sei bei der momentanen Ertragslage der Banken eindeutig gerechtfertigt. Es sind schließlich die Beschäftigten, die aufgrund verschiedenster Abbauprogramme und Umstrukturierungen die zusätzliche Arbeitslast zu stemmen haben“, ergänzte Harald Schweighofer, Geschäftsführer der GPA-djp Tirol,.

Vor der nächsten Verhandlungsrunde Ende März haben die Betriebsräte nun eine österreichweite Resolution verfasst. Darin fordern sie eine „faire Reallohnerhöhung für alle“. Diese sollte während der Protestveranstaltung dem zuständigen Spartengeschäftsführer der Wirtschaftskammer Tirol überreichen werden. Doch die Tiroler Wirtschaftskammer hatte einfach die protestierenden Bankangestellten ausgesperrt.

Kundgebungen fanden am heute neben Innsbruck auch in Wien und Linz statt – in Klagenfurt, Salzburg und Graz wird am Mittwoch demonstriert.