Behindertenfeindlichkeit in Politik und Medien

Gewohnt berechnend und menschlich letztklassig hat der NÖ Landeshauptmann Pröll (ÖVP) in der Pressestunde kritisiert, dass Wirte (nach einer 10jährigen Übergangsfrist!) nun auch Menschen mit Behinderung berücksichtigen und ihre Lokale barrierefrei gestalten müssen.
„Wo kommen wir denn da hin???…“  Siehe dazu den Artikel auf Bizeps >>>

Ja, wo kommen wir hin, wenn wir nach 10 Jahren ein Gesetz respektieren, oder gar umsetzen?  Eine (leider) berechtigte Frage, wenn es um das Wohl von Minderheiten geht!

Was in vielen anderen Ländern zwangsweise zum Rücktritt eine Politikers führen würde, weil solche menschenverachtenden Aussagen absolut unerwünscht und abzulehnen sind, findet in Österreich kaum Erwähnung in den Medien. Das sagt viel aus – über die Politik, aber auch über die Medien. Dass ein Kerl wie Pröll Menschen mit Behinderung missbrauchen kann um sich die Solidarität einiger Wirte zu sichern, das ist schäbig, verlogen und abzulehnen. Dass alle maßgeblichen Medien wohlwollend weghören ist leider nicht weniger verwerflich…

Wenn man dem Pröll zuhört, muss man große Angst vor einer „verländerung“ der Lehrerinnen bekommen. Noch mehr Macht für Bundesländer wie Niederösterreich und einige andere würde wohl die Lage von Kindern und Erwachsenen mit Behinderung noch weiter verschlechtern.