Bei Bildungsreform nicht auf Lehre vergessen!

Eine bestmögliche Ausbildung für alle Jugendlichen fordert Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Im Zuge der Bildungsreform darf die Attraktivierung der Lehrausbildung nicht aus den Augen verloren werden! Sie ist der Grundpfeiler unserer Fachkräfte-Ausbildung. Akademiker_innen sind wichtig für unsere Gesellschaft, aber Menschen, die beispielsweise unsere Leitungen legen, ebenso!

Um wieder mehr junge Menschen für einen Lehrberuf zu begeistern, fordert Wohlgemuth unter anderem einen Ausbau der Berufs- und Bildungsorientierung ab der ersten Bildungsstufe und die Übernahme der Internatskosten. Tirols Jugendvorsitzender Thomas Spiegl erneuert seine Forderung nach einer kollektivvertraglichen Mindestlehrlingsentschädigung von 700 Euro: „In vielen Branchen sind höhere Lehrlingsentschädigungen überfällig. Bei Anhebung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne müssen daher immer auch die Lehrlingseinkommen mit erhöht werden.“ Die beiden Gewerkschafter sind sich einig: „Wir dürfen in Österreich stolz sein auf eines der besten Ausbildungssysteme der Welt. Allerdings ist die Qualitätsförderung und –sicherung der Lehre notwendig, um den Wirtschaftsstandort Tirol abzusichern und jungen Menschen Zukunftschancen zu ermöglichen!“.

In Tirol sind derzeit (Stand: Mai 2017) 837 offene Lehrstellen vermerkt, demgegenüber stehen 231 Lehrstellensuchende (Quelle: AMS Tirol).

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