Neue Jobs seit 2011 fast nur mehr Teilzeit

Im Jahr 2016 hat es in Österreich 4,22 Millionen Erwerbstätige und 270.000 Arbeitslose gegeben. Von den Erwerbstätigen waren 3,68 Millionen Menschen unselbstständig beschäftigt. Im Vergleich zu 2011 sind das um 167.800 Erwerbstätige mehr. Der Zuwachs konzentrierte sich auf Unselbstständige und erfolgte nahezu ausschließlich im Teilzeitbereich. Die Teilzeitquote erhöhte sich insgesamt von 25,3 auf 28,7 Prozent. Zwischen Männern und Frauen gab es große Unterschiede.

Während 11,8 Prozent der Männer teilzeitbeschäftigt waren, waren es bei Frauen 47,7 Prozent. Damit war jede zweite Frau in Teilzeit. Die Problematik hat nicht nur einen Anteil an den Lohnunterschieden zwischen Männern und Frauen, sondern setzt sich auch mit geringeren Einzahlungen in die Pensionsversicherung fort.

Im Vergleich zu 2015 gab es 2016 insgesamt 74.300 Beschäftigte mehr – plus 43.500 in Teilzeit und plus 30.800 in Vollzeit. Die 270.000 Arbeitslosen nach internationaler Definition entsprechen einer Arbeitslosenrate von 6,0 Prozent im Vorjahr. Im Jahr 2015 gab es in Österreich 251.800 Menschen ohne Job, was einer Quote von 5,7 Prozent entsprach. Die Zahl der beim Arbeitsmarktservice (AMS) registrierten Arbeitslosen lag im Vorjahr bei 357.300 Personen. Die Arbeitslosenrate nach nationaler Berechnung betrug somit 9,1 Prozent. Sowohl Zahl als auch Quote entsprechen den Werten aus dem Jahr 2015.

Dass es nach der internationalen Definition einen Anstieg gab, nach der nationalen aber nicht, erklärt sich laut Statistik Austria so: Es gab eine Zunahme bei jenen Personengruppen, die nicht beim AMS als arbeitslos registriert sind, jedoch nach internationaler Definition als arbeitslos gezählt werden. Das sind etwa erstmals Arbeitsuchende. Definitionsbedingt liegt sowohl die Zahl der beim AMS registrierten Arbeitslosen als auch die nationale Arbeitslosenquote deutlich über dem Niveau der von der Statistik Austria erhobenen Zahlen nach internationaler Definition, so die Statistik Austria.

Quelle: ORF (gekürzt)