Bilderberg-Konferenz in Tirol begleitet von starken Gegenprotesten

bildkpAm Donnerstag begann die Konferenz der sogenannten Bilderberger in Telfs in Tirol. Zeitgleich startete ein breites Bündnis das unter anderem von ATTAC, Friedensforum Innsbruck, Grünen, KPÖ und ATIGF unterstützt wurde. Den Höhepunkt der Gegenproteste bildete die gestrige Demonstration in Telfs.

Die Teilnehmer der Kundgebung hatten sich ab 14 Uhr bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein am Telfer Rathausplatz eingefunden.  Anti-Bilderberger (14)Laut Veranstalter kamen rund 800 Personen nach Telfs um ein lautes und friedliches Zeichen gegen Elitenkonferenzen wie die Bilderberger zu setzen. Kritisiert wurde vordergründig die mangelnde demokratische Legitimität der Konferenz sowie die hohen Sicherheitskosten und die Geheimhaltung der besprochenen Inhalte.

Den Auftakt zur Demonstration bildeten musikalische Beiträge für Frieden und Solidarität, die unter anderem der Rapper Kilez More beisteuerte. Nach mehr als einer Stunde ging es schließlich los. Die Demonstration startete unter Begleitung eines übertrieben großen Polizeiaufgebots an der  Spitze und am Ende der Demonstration. Anti-Bilderberger (7)Das hielt die Protestierenden aber nicht davon ab mit Parolen, wie „Brecht die Macht der Banken und Konzerne!“, „Die Macht im Staat dem Proletariat!“, „Bilderberger – Nix wie Ärger“ und ihn Richtung der Beamten „Samstags frei für die Polizei!“ und „Polizei gehört auch zum Volk – Wir kämpfen auch für euch!“, durch Telfs zu ziehen.

Auf der Abschlusskundgebung sprachen mehrere RednerInnen des Bündnisses. Nachdem sich erwartungsgemäß auch einige Anhänger der Mahnwachen für den Frieden und anderer obskurer Gruppen eingeschlichen hatten, distanzierte sich Roland Steixner (KPÖ-Tirol) in seinem Beitrag noch einmal von jeder Form des Rechtsextremismus. Auch betonte er, dass es zwar Verschwörungen gebe aber keine „Weltverschwörung. Der Grüne Gemeinderat Mesut Onay betonte, dass das Bündnis auf allen Ebenen gewonnen hat, da es „alternative gesellschaftspolitische Diskurse thematisiert“ und „die gesellschaftliche Solidarität gestärkt“ hat. Irene Labner von den Piraten wiederum stellt das Thema Überwachung, NSA und Firmen die Überwachungssoftware liefern in den Vordergrund ihres Redebeitrages.

(übernommen von http://www.unsere-zeitung.at)