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Protest zum Wahlkampfauftakt der FPÖ in Innsbruck

Die Partei, die sich stets gerne als die Anwältin des „kleinen Mannes“ präsentiert, hat mit der „neuen“ Volkspartei den Wunschzettel der Industriellenvereinigung zum Regierungsprogramm gemacht. Es ist die FPÖ, die die gesetzliche Vertretung der Lohnabhängigen, die AK, zerschlagen möchte und damit auch einigen unter denen, die diesmal Strache die Stimme geliehen haben, die Möglichkeit entziehen will, zu ihrem Recht zu kommen. Beim Zwölf-Stunden-Tag ist die FPÖ nicht nur den Wünschen der ÖVP, sondern auch den ihrer eigenen Klientel unter den Wirtschaftstreibenden nachgekommen. Den Arbeiter*innen hat Strache damit jahrelang ins Gesicht gelogen.


Ein Regierungsprogramm der Unsicherheit und Ausbeutung

Das Programm der neuen Bundesregierung zeigt, dass uns in den nächsten Jahren eine Politik abgeschrieben und im Interesse von Reichen und Konzernen bevorsteht. Manche Ankündigung mag aufgrund unmittelbar bevorstehender Landtagswahlen noch vage und unkonkret sein – doch die Richtung ist klar: Noch mehr Konkurrenz und Wettbewerb; nicht nur in der Wirtschaft, sondern im alltäglichen Leben. Menschen mit geringen Chancen und Einkommen werden gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt, um Profite für wenige zu sichern. Steuergeschenke für Konzerne und Gutverdienende, Druck auf Arbeitsstandards, Sozialkürzungen, Verschärfungen für Flüchtende, Stillstand in der Klimapolitik und mehr Überwachung sind bereits jetzt im Programm verankert.

Tiroler LTW 2018: Acht Parteien am Start

Acht Parteien treten bei der Tiroler Landtagswahl am 25. Februar. Neben den im Landtag Vertretenen (ÖVP, SPÖ, Grüne, FPÖ, Liste Fritz und Impuls) auch neu, die NEOS und Family. Bei letztgenannter Liste „Family“ handelt es sich um die Ex-Impuls-Abgeordnete Andrea Krumschnabl. Diesmal nicht am Stimmzettel Fritz Gurgiser, die Piraten, die KPÖ und die Impuls-Ursprungsliste „Vorwärts“.

Caritas-Chef kritisiert „schäbige Politik“

Harte und klare Worte in Richtung Politik findet der Chef der Caritas Tirol Georg Schärmer. Schärmer befürchtet einen weiteren spürbaren Rückgang sozialer Leistungen und fordert von der Politik eine Umkehr. 

E-Mail-Aktion an Bundespräsident Van der Bellen

Unter dem Motto „Nicht zum Sozialraub schweigen!“ hat die größte unabhängige Erwerbslosenselbstorganisation „Aktive Arbeitslose Österreich“ zum Schreiben von persönlichen E-Mails an Bundespräsidenten Van der Bellen aufgerufen.

URGENT ACTION: Sozialraub stoppen! E-Mail-Aktion an Bundespräsident Van der Bellen

In seiner Ansprache zur Regierungsangelobung hat entgegen alten, großspurigen Ankündigungen Van der Bellen nicht nur klaglos FPÖ-Minister angelobt, sondern die Mitglieder der neuen Regierung als „konstruktiv, kooperativ und lösungsorientiert“ bezeichnet sowie nur allgemein und unverbindlich „Respekt vor Andersdenkenden, Respekt von Minderheitenrechten und Unterstützung für die Schwächeren“ eingefordert, als gäbe es nicht schon ein detailliertes Regierungsprogramm, das neben vielen Zuckerln für die Wirtschaft und die Reichen auch massive Verschlechterungen für die arm gemachten Menschen enthält.

Eine kleine Einführung ins Regierungsprogramm

Während der vor 17 Jahren abgewählte Wolfgang Schüssel sich der FPÖ bediente, um seine »Wenderegierung« zu bilden, die dann von Rot-Schwarz fast bruchlos fortgesetzt wurde, ist bei der letzten Wahl eine relative Mehrheit auf Sebastian Kurz hereingefallen, der sich nun bei seinen und den Wählern der FPÖ auf seine Weise bedankt.

Aus Erfahrung: Widerstand

Über 2000 Menschen sind gestern dem Aufruf des Aktionsbündnisses zur Demonstration gegen die Angelobung der schwarz-blauen Bundesregierung gefolgt. Friedlich aber kämpferisch zog die Demonstration durch die Innsbrucker Innenstadt. Die Teilnehmer*innen setzten ein lautstarkes Zeichen gegen menschenfeindliche Politik und trotzten nicht nur der kühlen Witterung, sondern auch der aufsteigenden sozialen Kälte.

…die wirklichen Probleme unserer Gesellschaft oder: quod erat demonstrandum;

Wie viele & dennoch viel zu wenige folgte ich gestern der Einladung zur Demo in Innsbruck gegen die türkis-blaue Regierung. Viele Leute für Innsbrucker Verhältnisse – allemal!

…der Rahmen für Meinungs- & Versammlungsfreiheit wird allerdings zusehends mehr und mehr eingeschränkt. Wenn wir als kritische Aktivist_Innen diese Einschnitte akzeptieren, werden sie heimlich, still & leise immer mehr; die Möglichkeiten legalen Protestes immer weniger!

Schwarzblau bringt Sozialraub und Verschärfung des neoliberalen Zwangsregimes!

Deutlich mehr als zu befürchten war, bringt das schwarzblaue Regierungsprogramm eklatante Verschärfungen für Erwerbsarbeitslose, die listigerweise vor der Wahl nicht angekündigt worden sind. Viele davon sind aus verfassungs- und menschenrechtlicher Sicht abzulehnen und insgesamt kontraproduktiv sind! Mit ihren Geschenken an Unternehmen und Repression für Erwerbslose, Arme, Invalide, ZuwanderInnen und AsylwerberInnen unterstützt Schwarzblau den Krieg der Reichen gegen die Arm gemachten und spaltet weiter „die Heimat“, die sie zu schützen vorgeben.