Category Archives: Was andere berichten

Gute Nacht für Shopping-Nacht!

Am 9. Juni findet in Innsbruck wieder eine „Shopping-Night“ statt. Bis 23.00 Uhr sollen die Innenstadtgeschäfte für den nächtlichen Kaufrausch-Tam-Tam die Pforten geöffnet haben. Für die „freiwillig“ arbeitenden Handelsangestellten, meist Frauen, eine Zumutung. Sie müssen danach noch ihren Heimweg antreten, was sich mit öffentlichen Verkehrsmittel in manche Regionen als schwierig bis unmöglich erweist. Die Gewerkschaft ärgert’s, es fehlt nach wie vor die Unterschrift der Wirtschaftskammer zum sogenannten Event-Kollektivvertrag.

Digitale Arbeits-Revolution?

Im Rahmen eines „Sozial- und arbeitspolitischen Gesprächs“ hielt Annika Schönauer (FORBA, Wien) im Saal des Gewerkschaftshauses einen Vortrag zum Thema: „Digitalisierung der Arbeit: Herausforderungen und politische Gestaltungsmöglichkeiten“. Im Anschluss daran diskutierten Anton Kern (AMS-Tirol, Landesgeschäftsführer), Werner Ritter (Siemens, Leiter der Niederlassung Innsbruck) und Patrik Tirof (PRO-GE Tirol, Landesvorsitzender) am Podium.

Gebäudereiniger-KV -Gewerkschaft verwundert

In der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigungsbranche sind sich die Sozialpartner uneins über den Stand der Dinge bei den diesjährigen Kollektivertragsverhandlungen. Die Gewerkschaft vida zeigte sich „verwundert“ über Aussagen der Arbeitgebervertreter, wonach es keine weiteren Gesprächstermine für einen KV-Abschluss gebe.

Sparen bei den Ärmsten?

Eine Woche vor dem Mailandtag (17. und 18. Mai) gab es im Haus der Begegnung eine brisante Podiumsdiskussion zum Thema Tiroler Mindestsicherung NEU. Zahlreiche Vertreter von Sozialvereinen und Politik nützten die Gelegenheit, mit Christine Baur (Grüne Soziallandesrätin) und Jakob Wolf (ÖVP-Landtagsklubobmann) die Auswirkungen der bevorstehenden Verschlechterungen des Tiroler Mindestsicherungsgesetzes zu diskutieren.

Gewerkschafts-News

Zum neuen Versammlungsrecht: „Die neuen Regelungen könnten sich als Bumerang und als gefährlich für die Demokratie entpuppen“, warnt der vida-Vorsitzende Roman Hebenstreit. Er bezeichnet die Verschärfung als „Beschneidung der Demokratie“.

EU-Kommission-Vorschläge zur sozialen Säule enttäuschen Gewerkschaften

Das von der EU-Kommission vorgelegte Paket für eine „Europäische Säule sozialer Rechte“ ist zwar sehr umfangreich, aber der Inhalt ist aus Sicht der Gewerkschaften enttäuschend. „Von den großen Ankündigungen scheint vor allem viel heiße Luft übrig geblieben zu sein“, stellt ÖGB-Präsident Erich Foglar fest. Die 20 unverbindlichen Prinzipien, die die Kommission vorgestellt hat, werden den dringend benötigten politischen Kurswechsel sicher nicht herbeiführen.

30. April, Tag der Arbeitslosenindustrie: Das Geschäft mit den Entrechteten boomt!

»Auch das ist Arbeit« ist das heurige Motto der boomenden Kursindustrie und Nutznießer des »zweiten Arbeitsmarktes«, die mit unermüdlichen Anstrengungen im Auftrag der Regierung das potemkinsche Dorf der »aktiven Arbeitsmarktpolitik« aufrecht erhalten. Menschen in sinnlosen Zwangsmaßnahmen nieder zu halten und sich selbst als WohltäterIn darstellen, auch das erfordert viel Energie und Kreativität.

Antikapitalistische Walpurgisnacht

Der 30. April als der Tag der Arbeitslosen erinnert wie der erste Mai an die historischen Kämpfe von Arbeiter_innen weltweit – Kämpfe, die seit jeher gegen die Folgen des Kapitalismus gerichtet sind. Zwar hat sich dieser im Laufe der Zeit gewandelt, doch die Grundpfeiler bleiben bestehen: Oberste Maxime ist die Anhäufung von Kapital in den Händen weniger durch die Ausbeutung der Arbeit vieler. Die Regulierung von Produktion und Konsum erfolgt dabei durch den »freien« Markt, mit dem Ziel der Gewinnmaximierung, anstelle der Bedarfsdeckung.

Die Folgen des Mindestlohns

Gekürzt aus der Sächsischen Zeitung: Bevor der Mindestlohn eingeführt wurde, gab es viele Mahner. Für Schlagzeilen sorgte besonders eine Studie des Dresdner Institutes für Wirtschaftsforschung (Ifo), das im Auftrag des damaligen sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministers Sven Morlok (FDP) erstellt wurde. Darin prognostizierten die Wissenschaftler, dass in Sachsen zwischen 30 000 und 60 000 Jobs durch die Einführung des Mindestlohns betroffen seien.

ÖGB Tirol trauert um Kollegen Walter Vedlin

Der ÖGB Tirol ist tief betroffen vom Tod von Gewerkschafter Walter Vedlin, der gestern nach langer Krankheit verstarb. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende der Firma Siemens war von 2012 bis 2017 ÖGB-Regionalvorsitzender Innsbruck und Umgebung, außerdem war er als Mitglied im Regionalvorstand und im Regionalpräsidium für die Gewerkschaft der Privatangestellten – Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Tirol tätig.