Category Archives: KPÖ

Das Zeughaus-Areal neu – Sozialpolitisch ein Fehlschlag

Der Boden, auf dem das Zeughaus steht, ist bislang im Eigentum der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) bzw ihrer Tochtergesellschaft Austrian Real Estate (ARE). Im Zuge eines Dreieckgeschäfts zwischen Bund, Land und Stadt Innsbruck wird das Zeughaus mit Grüngürtel an das Land Tirol verkauft, während ein Streifen zur Sill hin kostenlos an die Stadt Innsbruck fällt. Der ARE wurde zugestanden, den nördlichen Bereich zu bebauen. Auf diese Weise sollen über 100 Wohnungen entstehen. Medial wird das Bauprojekt teilweise sogar so transportiert, dass über 100 Sozialwohnungen gebaut würden, was man schlichtweg als Etikettenschwindel bezeichnen muss.

Bruchrechnen

Wenn man wie in einem mathematischen Bruch als Zähler Bürgerwehr, Auffanglager, rechtsextreme Taten setzt, gibt es immer denselben gemeinsamen Nenner namens Flüchtlinge. Oben im Zähler kommen desweiteren noch Begriffe wie Aufnahmezentren, Ausschiffungs-und Anlandeplattformen hinzu. Dieser neudeutsche menschenfeindliche Kauderwelsch könnte man auch einfach unter Neonazis und Konzentrationslager subsumieren.

Nein zu den Preiserhöhungen bei der ÖBB

Die ÖBB will ab 1. Jänner 2019 die Ticketpreise um zirka zwei Prozent verteuern. Kritik an der neuerlichen Preiserhöhung kommt von KPÖ-Verkehrssprecher Michael Schmida.

Vorbehaltsflächen für sozialen Wohnbau

An der Alternativen Liste Innsbruck wird das Vorhaben, Vorbehaltsflächen für den sozialen Wohnbau auszuweisen, keineswegs scheitern. Auf Seite 14 ihres Wahlprogramms spricht sie sich für eine mutige Widmungspolitik aus, die über das aktuell diskutierte Instrumentarium hinausreicht: „Gewidmetes Bauland freisetzen: Gewidmetes Bauland darf nicht gehortet werden. Die Stadt Innsbruck hat Anstrengungen zu unternehmen, die bisherige Bebauungsfrist von 30 Jahren durch eine Frist von fünf Jahren zu ersetzen. Konkret: Gewidmetes Bauland, das brachliegt, soll nach einer Frist von fünf Jahren für die Pläne der Stadt – etwa gemeinnützigen Mietwohnungsbau – genutzt werden können.“

Raub an der Versichertengemeinschaft, Zertrümmerung des Versicherungsprinzips und radikale Arbeitsplatzvernichtung

In Zeiten wie diesen, die von einer zunehmenden Privatisierun­gstendenz geprägt werden, wäre von einer sozial orientierten Regierung ein öffentliches Bekenntnis zum Beibehalt des Finalprinzips, des Prinzips der Pflichtversicherung und eine definitive Absage an alle Bestrebungen, privates Kapital in den Leistungsbereich der AUVA einzuschleusen, wünschenswert.

Platz da für sozialen Wohnbau!

Nachdem die nominierten Ersatzmitglieder der kleinen Gemeinderatsfraktionen als Zuhörer*innen im Bauausschuss nicht zugelassen wurden – was sowohl rechtlich als auch politisch absolut inakzeptabel ist – ist die Alternative Liste Innsbruck kaum bereit, den Anträgen aus diesem Ausschuss künftig zuzustimmen. Sollte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekt jedoch dafür entscheiden, die Vorbehaltsflächen für den sozialen Wohnbau im künftigen Örtlichen Raumordnungskonzept (ÖROKO) festzuschreiben und der Hortung von Bauland konsequent und notfalls auch mit der Rückwidmung in Freiland entgegentreten, dann wird ALI dieses Ansinnen auch im Gemeinderat unterstützen.

Freitag der 13.

Langsam kehrt Ruhe ein
nun ist es weg das Schwein und Schwein
und Schwein und Schwein
Es ist vollbracht
nicht mal gekracht
auf Innsbrucks Straßen
derweil die Schweinchen fraßen
im schönen Salzdorf Hall
mehr als 300 an der Zahl
Tatü Eskorte zum Empfang
zu Tirols Schützen, Wein und Gesang.

KPÖ zum Treffen der Innen- und Justizminister der EU-Staaten

In den kommenden Tagen treffen sich die Innen- und Justizminister der EU-Staaten in Innsbruck, um die nächsten Schritte einer menschenverachtenden Politik zu diskutieren. Es geht darum, die Festung Europa noch mehr abzuriegeln. Der Sicherheitsdiskurs, der vielmehr ein Unsicherheitsdiskurs ist, spielt den rechten Kräften in die Hände.

TT-Leserbrief zur Karikatur von Jokesch, Flüchtlingsdebatte und Streitereien in der EU.

Das ist die hohe Kunst der Karikatur: mit wenigen Bildern und Worten ins Schwarze treffen. Und es gelingt Daniel Jokesch sehr gut: zwei Schwimmer, ein alter und ein junger, denen das Wasser bis zum Hals steht. Der junge fragt den alten, was sie gegen den Klimawandel unternommen hätten. Der alte meint lapidar, dass sie beschäftigt gewesen seien mit wichtigeren Dingen, nämlich den Flüchtlingen. Besser kann man es wohl kaum ausdrücken, was für eine Augenwischerei seitens der europäischen Regierungen derzeit passiert.

Buchbesprechung: ERIC VUILLARD: DIE TAGESORDNUNG

Ein schmales Bändchen über die Sauereien hinter verschlossenen Türen. Über den Pakt des Kapitals mit den zunächst finanzschwachen Nazis. Über das Treffen mit Schuschnigg, Papen und Hitler in Berchtesgaden… Aber der Reihe nach: Am 20. Februar 1933 treffen sich 24 Industriegrößen mit Hitler und Göring zwecks Fundraising. Hitler teilt den mächtigen Charaktermasken aus Finanz und Industrie klipp und klar mit, dass seine Partei Geld braucht. „Es gelte, mit einem schwachen Regime Schluss zu machen, die kommunistische Bedrohung abzuwehren, die Gewerkschaften abzuschaffen und jedem Chef zu erlauben, in seinem Unternehmen ein Führer zu sein.“