Category Archives: Pro&Contra-Mindestlohn

Die Folgen des Mindestlohns

Gekürzt aus der Sächsischen Zeitung: Bevor der Mindestlohn eingeführt wurde, gab es viele Mahner. Für Schlagzeilen sorgte besonders eine Studie des Dresdner Institutes für Wirtschaftsforschung (Ifo), das im Auftrag des damaligen sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministers Sven Morlok (FDP) erstellt wurde. Darin prognostizierten die Wissenschaftler, dass in Sachsen zwischen 30 000 und 60 000 Jobs durch die Einführung des Mindestlohns betroffen seien.

Zwei Hunderter mehr

Während bei den Friseur_innen, Textilarbeiter_innen und im Gastgewerbe beim Start des ohnehin bescheidenen 1.500-Euro-Mindestlohn bis Ende 2018 herumgedoktert wird, zeigen GPA-djp und die niedergelassen Ärzten und Labors in Niederösterreich, dass es auch anders gehen kann. Sie einigten sich für die Ordinationsassistenz auf einen Mindestgehalt von 1.550 Euro, was eine Erhöhung der Mindestgehälter um bis zu 200 Euro bedeutet.

Arbeiterkammer erinnert an ÖGB-Mindestlohnforderung von 1.700 Euro

Als begrüßenswert bezeichnet Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), dass jetzt die oberösterreichische Arbeiterkammer daran erinnert, dass die offizielle Forderung des ÖGB ein Mindestlohn von 1.700 Euro brutto für Vollzeitarbeit ist.

FSG: Gelebte Solidarität?

In ihrem Statut bekennt sich die FSG dazu, dass sie sich »in den Arbeiterkammern und den selbstverwalteten Einrichtungen der Sozialpolitik sowie in der Öffentlichkeit auf der Grundlage sozialdemokratischer Grundsätze für die Anliegen und Interessen der unselbstständig beschäftigten Menschen einsetzt«.

Vorarlbergs Landtag spricht sich für Mindestlohn aus

Das neue Vorarlberger Mindestsicherungsgesetz hat die nächste Hürde genommen. Der zuständige Ausschuss im Landtag nahm den Vorschlag der Landesregierung an. Wie bereits angekündigt, stimmte lediglich die Regierung für ihr Gesetz, FPÖ und SPÖ lehnten es ab. Die Neos erklärten, im Landtag zuzustimmen. “Wenn auch zähneknirschend”, fügte Abgeordnete Martina Pointner an. Ihr geht die Freibetragsregel nicht weit genug.

»Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut«,…

… so lautete eine Antwort, die ich auf Facebook bekam, weil ich mir erlaubte den Friseur_innen-KV-Abschluss weniger erfreulich zu sehen als mancher FSG-Gewerkschafter und manch FSG-Gewerkschafterin. Worum geht`s? Die Antwort gibt die Homepage der Gewerkschaft vida: »Beim Thema „Mindestlohn 1.500 Euro“ sind wir nicht zu bremsen! Wir können jetzt den nächsten Erfolg verbuchen: Für tausende Friseur_innen in Österreich ist 2018 das letzte Jahr in dem sie unter 1.500 brutto verdienen.«

Mindestlohn als Zeichen für Gerechtigkeit

Österreich sei bei der Einkommensgerechtigkeit nach wie vor eines der Schlusslichter in Europa, heißt es von Seiten des Gewerkschaftsbundes. Dieser setzt anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zeichen. „1500 Euro Mindestlohn wären ein großer Schritt zu mehr Gerechtigkeit, weil in schlecht entlohnten Branchen sehr viele Frauen arbeiten“, erklärt ÖGB-Regionalsekretär Peter Schoberleitner.

Mindestlohn: Bis jetzt klar vergeigt…

Während ihre Chefs zu den Spitzenverdienern im Land zählen, kommen die überwiegend weiblichen Bürokräfte in Österreichs Rechtsanwaltskanzleien auf ein recht karges Salär. Bei den Anwälten gibt es nur eine „Entlohnungsrichtlinie“, also Gehaltsempfehlung und diese liegt bei 1.250 Euro brutto im Monat. Für die Gewerkschaft GPA-djp  „völlig inakzeptabel“, schließlich soll auf Geheiß der Regierung bis Jahresmitte ein generelles Mindestniveau von 1500 Euro erreicht werden.

Löhne 2016: Österreich mit fünftniedrigster Steigerung in EU

Österreich musste sich 2016 mit einer Lohnsteigerung von 0,32 Prozent und damit dem fünftletzten Platz in der EU begnügen. Der Europäische Gewerkschaftsbund veröffentlichte am Montag eine Studie, wonach Rumänien mit 8,94 Prozent den höchsten Lohnzuwachs gegenüber dem Jahr davor aufwies. Auf der anderen Seite rangierte Belgien als einziges Land mit einem Rückgang (–0,94 Prozent).

Dem Handwerk das Handwerk legen

1.500 Euro Mindestlohn, das fordert die Bundesregierung von den Sozialpartner_innen bis zum Sommer – netto sind das 1.198,90 Euro. Eigentlich schon ein Grund zum Fremdschämen, liegt doch die offizielle Armutsschwelle in Österreich gerade mal 35 Euro unter dieser Summe. Aber es geht noch übler: