Exempel starten – Zielpunktinsolvenz-Zahlungen regressieren!

Morgen am Krampustag gebührt dem Vielfachmillionär Georg Pfeiffer und seiner Weihnachtsaktion 3.000 Beschäftigte mit einem Fußtritt vor die Tür zu setzen, eine besonders große Rute. Er spielt auf arm und insolvent und wälzt die ausstehenden Gehaltskosten an den Insolvenzentgeltfonds ab. Selbst seinem Tiroler Unternehmenskollegen Leopold Wedl wachsen (Krampus)hörner: „Das gefällt mir nicht, dass ein Familienunternehmen so vorgeht, wie man das bei manch internationalen Konzernmultis gesehen hat!“

13Zum Glück der betroffenen Kolleg_innen sind ihre Außenstände mit dem Insolvenzentgeltfonds abgesichert. Dieser wichtige Arbeitnehmer_innenschutz wird aus dem Dienstgeberbeitrag zur Sozialversicherung finanziert und ist Teil der oft kritisierten Lohnnebenkosten. Fakt ist, dass Unternehmer_innen ihren Beschäftigten nichts schenken. Wir erarbeiten uns auch die Lohnnebenkosten selbst und sind ein indirekter Teil unseres Einkommens. Fakt ist ebenfalls, dass Herr Pfeiffer alles andere als arm ist! Die Summe der ausstehenden Gehaltsforderungen machen gerade einmal zwei Prozent seiner prall gefüllten Privatschatulle aus – erwirtschaftet mit den Gewinnen, für die seine Arbeiter_innen und Angestellten jahrelang gebuggelt haben.

Ich fürchte jetzt, dass Trittbrettfahrer versuchen werden, wie Pfeiffer ihre Gewinne zu horten und ihre Verluste zu sozialisieren und fordere daher von den Verantwortlichen des Insolvenzentgeltfonds ein Exempel gegen diese unverschämte Herangehensweise. Die ausbezahlten pfeifferischen Gehaltsschulden müssen gerichtlich vom Zielpunkt-“Pleitier“ eingeklagt werden. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen startet der GLB eine Email-Aktion (www.sozialsteuern.at) an den Leiter des Insolvenzentgeltfonds, bei der sich jedeR dieser Forderung anschließen kann.