Gesetzlicher Mindestlohn kein Arbeitsplatzvernichter!

„Einen Zeitrahmen gab Kern den Sozialpartnern, was die Festsetzung eines Mindestlohns von 1500 Euro angeht. 2017 sei ein gutes Datum, diese Frage zu lösen. Könnten sich Gewerkschaft und Wirtschaft heuer nicht einigen, werde man gesetzliche Maßnahmen in Erwägung ziehen“, berichten die „Vorarlberger Nachrichten“ von der „Pressestunde“ mit dem Bundeskanzler.

„Bundeskanzler Kerns Aussagen in der heutigen Pressestunde, 2017 einen gesetzlichen Mindestlohn einführen zu wollen, sind grundsätzlich zu begrüßen. „Wir stehen bereit. Aber wie ernst meint es Kern mit dem Mindestlohn?“, fragt Eva Glawischnig, Bundessprecherin der Grünen, kündigt parlamentarische Initiativen an und bleibt bei ihrer Forderung nach einem Mindestlohn in der Höhe von 1750 Euro. „Nur ein gesetzlicher Mindestlohn garantiert, dass sich vor allem Frauen und junge Menschen in Österreich ihr Leben auch leisten können. 2017 erwarten wir uns Taten statt Worte“, meint Glawischnig in einer Presseaussendung.

„Nicht als Arbeitsplatzvernichter habe sich der jetzt angehobene Mindestlohn erwiesen. Im Gegenteil: Bei un- und angelernten Bayern seien die Verdienste um 3,5 Prozent gestiegen, die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um 5,4 und im besonders relevanten Gastgewerbe sogar um 12 Prozent. Über manche Dinge gebe es aber auch verständnisloses Kopfschütteln, beispielsweise, wenn die Rente nach 40 Jahren im Job nicht mehr reiche….“, berichtete lt. „Augsburger Allgemeine“ Gewerkschaftssekretärin Silke Klos-Pöllinger beim Neujahrsempfang im DGB-Ortskartell Nördlingen .