Täglich für Verteilungsgerechtigkeit

Mai3Am 125. Tag der Arbeit erinnert der Tiroler ÖGB-Landesvorsitzende Otto Leist daran, dass sich das oberste Ziel der Gewerkschaft in 125 Jahren nicht gravierend verändert hat. „Alle Aktivitäten der Gewerkschaftsbewegung waren und sind darauf ausgerichtet für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. ArbeitnehmerInnen muss es möglich sein, mit ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es uns erst kürzlich gelungen die Lohnsteuerreform durchzusetzen. Von dieser Steuerentlastung werden die ArbeitnehmerInnen aber auch PensionistInnen ab Jänner 2016 profitieren. Die Lohnsteuerentlastung wird zudem einen großen Teil dazu beitragen, dass der Konsum angekurbelt und somit die Tiroler Wirtschaft gestärkt wird“, so Leist zur heutigen 1. Mai-Feier.

Leist sieht Investitionen als unverzichtbar
Von der Tiroler Landesregierung wünscht sich Leist ein positives Investitionsklima: „In Tirol brauchen wir deutlich mehr Investitionen in die regionale Wirtschaft. Gerade höhere Beschäftigung bewirkt eine Stabilisierung der Wirtschaft, leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum und zur Absicherung des Sozialsystems. Daher braucht es deutlich mehr Projekte, die soziale Infrastruktur schaffen. Diese sorgen einerseits für Arbeitsplätze und ermöglichen andererseits von Arbeitslosigkeit Betroffenen, überhaupt erwerbstätig zu sein. Investieren muss man auch in den sozialen Wohnbau, denn sonst wird das Wohnen immer noch weniger leistbar“, sagt der Tiroler ÖGB-Landesvorsitzende.

ÖGB auch heuer wieder Teil der 1. Mai-Demo in Innsbruck
An der heutigen 1. Mai-Demo in Innsbruck nahmen auch zahlreiche GewerkschafterInnen teil. Unter dem Motto „Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht“ will der ÖGB auch den 22.547 vorgemerkten Arbeitslosen in Tirol ein Gesicht geben. Eröffnungsredner und Mitglied des ÖGB-Bundesvorstand Josef Stingl sprach in seiner Rede Missstände an: „Trotz unseres jahrzehntelangen Kampfes haben wir unser Ziel noch nicht erreicht. Armut trotz Arbeit hat keinen Seltenheitswert. Die Vermögen sind sehr ungleich verteilt. Wir werden uns auch weiterhin für Verteilungsgerechtigkeit einsetzen“, versprach Stingl.