GLB für Arbeitszeitverkürzung und gesetzlichen Mindestlohn

Arbeitszeit und deren Bezahlung stehen derzeit im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Vizekanzler Reinhold Mitterlehner verlangt einmal mehr den 12-Stunden-Arbeitstag; Asylwerber_innen sollen für gemeinnützige Arbeiten nach Vorschlag der Länder fünf Euro, nach Innenminister Wolfgang Sobotka 2,50 Euro und nach Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Leitl gar nichts dafür bekommen.

„Anstatt, dass wir über höhere Mindestlöhne für alle reden, damit ein besseres Leben möglich ist, wollen wir die Stundenlöhne für gemeinnützige Tätigkeiten bei AsylwerberInnen kürzen. Als Gegenleistung dürfen sie dann länger arbeiten“, meint heute treffend der grüne Landtagsabgeordente Ahmet Demir auf Facebook.

Der Bundesvorsitzende des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB), Josef Stingl, verkündet in Tirol den Start einer Petition an die Arbeiterkammer. Der GLB verlangt dabei, dass sich die AK-Tirol „mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für eine sofortige Einführung der 30-Stunden-Woche und für einen gesetzlichen Mindestlohn von 13 Euro“ einsetzt und wird jetzt die dafür notwendigen Unterstützungsunterschriften sammeln.

„Ziel ist es, dieses Thema noch bei der nächsten Vollversammlung vorbringen zu können“, so Stingl. „Landtagsabgeordneter Demir, seine Parteikolleg_innen und die Fraktionsabgeordneten in der AK sind gerne eingeladen diese Initiative tatkräftig zu unterstützen!“