GLB solidarisch mit den Erntehelfern in Tirol

Zuerst haben sie gegen die zu geringe Bezahlung demonstiriert, jetzt haben rund 50 Erntehelfer _innen in Thaur (Tirol) – um zu protestieren – geschlossen ihre Arbeit gekündigt.

Laut Landarbeiterkammer geht es dabei um Überstundenentgelte und Sonderzahlungen, die nicht ausbezahlt wurden. Hintergrund sind aber auch der geringe Stundenlohnsatz, den der er Tiroler ÖGB-Chef Otto Leist mit Netto etwas mehr als fünf Euro als „beschämend“ bezeichnet.

„Der GLB unterstützt die Forderungen der Erntehelfer_innen nach mehr Lohn und besseren Sozialleistungen“, erklärt Josef Stingl, Bundesvorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB).

Angesichts dieser dramtischen Tatsachen beim Tiroler Gemüsebauern Josef Norz fordert er die sofortige Streichung von Betriebsprämien und diverser Förderungen der Agrarmarkt Austria bzw. des Bundes, wenn sich Bauern weigern, ihre Beschäftigten korrekt zu entlohnen. „Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass es höchst an der Zeit ist, einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde einzuführen“, erklärt Stingl abschließend.