GLB unterstützt Urabstimmung der Handelsangestellten

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Heute startet in Tirol die Urabstimmung der Handelsangestellten über verlängerte Arbeitszeiten bei Shopping-Nights bei Pseudoevents. Der Gewerkschaftliche Linksblock im ÖGB freut sich über die Initiative der GPA-djp und unterstützt diese Aktion. GLB-Vorsitzender Josef Stingl, selbst Tiroler Handelsangestellter meint: „Selbst die verlängerten Öffnungszeiten bei der Fußball-EM – und die war immerhin noch ein Großevent – waren unnötig. Trotz des Fußballevents hätte trotz normaler Öffnungszeiten keiner  verhungern, verdursten oder sonst was müssen.“

In der Zwischenzeit folgt „Event“ auf „Event“, Shopping-Night auf Shopping-Night. Die Händler_innen verlangen bereits zu jeder „Furz-Veranstaltung“ verlängerte Öffnungszeiten bis 23.00 Uhr. Stingl: „Die Krot‘ fressen wir Handelsangestellten. Das sind vor allem Frauen, die teilzeitbeschäftigt und teilzeitentlohnt, jetzt auch noch die ‚Annehmlichkeiten‘ fehlender Kinderbetreuung, fehlender Öffis für den späten Nachhauseweg und, und, und in Kauf nehmen müssen.“

Auch die ständig von der „Wirtschaft“ geforderte Sonntagsöffnung ist dem Linksgewerkschafter Stingl ein Dorn im Auge. Er unterstützt die Ziele der Allianz für den freien Sonntag: Den Schutz des freien Sonntags vor schleichender Aushöhlung durch Wirtschaft und Politik sowie Arbeit für ein öffentliches Bewusstsein um den gesellschaftlichen Wert gemeinsamer freier Zeiten.

„Doppelmoral“ wirft GLB-Vorsitzender Josef Stingl in dieser Frage den Spitzen der ÖVP vor: „Wenn’s um die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare geht, verweisen unsere schwarzen Raben darauf, dass ihnen das traditionelle Rechtsinstitut der Ehe zwischen Mann und Frau mit Fokus Kinderwohl heilig sei. Es sei das zuverlässigste soziale Netz, das Generationen verbinde. Wenn’s um die Sonntagsöffnung im Handel geht, liegt bei gleichen Raben der Fokus bei Gewinn und Profit. Ihn ihrer Gier ist dann Familie, Familienzeit und Kindeswohl alles andere als heilig.