Immobilienpreise steigen und die SPÖ schwenkt nach links

Schlechte Nachrichten für diejenigen, die sich ein Haus im Grünen bauen wollen. Sie müssen künftig noch tiefer in die Tasche greifen. Dass die Wohnkosten ohnehin schon jenseits von Gut und Böse sind, versteht sich von selbst…

Die Verteuerung soll demnach nicht nur Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser betreffen, sondern auch Mietwohnungen. Dabei ist vor allem das Umland von Stadtgebieten, d.h. in Tirol in erster Linie Innsbruck-Land aber auch die äußeren Stadtteile von Innsbruck betroffen.

Die durchschnittlichen Mietkosten liegen in Innsbruck ohnehin schon bei mehr als 10 Euro pro Quadratmeter. Das kann sich kaum mehr jemand leisten. Vor diesem Hintergrund erscheint die Forderung der SPÖ, die Mietkosten für eine Normwohnung (20 Jahre alt, zeitgemäßer Wohnstandard) auf 5,50 Euro festzusetzen, längst überfällig.

So sehr mensch sich aber über eine solche Novelle des Mietrechts freuen dürfte, so unwahrscheinlich ist, dass diese unter großkoalitionären Bedingungen je umgesetzt wird. Doch kommendes Jahr sind in Wien Gemeinderatswahlen und die Kanzlerpartei muss diese Wahlen unbedingt gewinnen. Nach geschlagener Wahl können wir uns wohl leider nur auf eines verlassen: dass diese Novelle so nie umgesetzt werden wird.

Und so werden zwar die Vergabekriterien für Sozialwohnungen verschärft, aber die Politik tut nichts, um dafür zu sorgen, dass auch diejenigen, die die viel zu strengen Kriterien nicht erfüllen, sich den nötigen Wohnraum auch noch leisten können.

Die KPÖ fordert schon seit langem klare Mietzinsobergrenzen und kritisiert die allzu freimütige Vergabe von Mietzinsbeihilfen. Nicht weil wir den Mieterinnen die Kostenersparnis nicht gönnen, sondern weil sie letztlich eine künstliche Subvention von überteuerten Mieten ist.