Jedes Kind hat das Recht auf soziale Absicherung

Mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche sind in Österreich arm oder armutsgefährdet. Die Armutsgefährdung ist hier höher und verbreitet sich rascher als in anderen Bevölkerungsgrup­pen. Die KPÖ fordert zum Internationalen Kindertag Maßnahmen gegen Armut und Armutsgefährdung.

„Der Internationale Kindertag am 1. Juni ist ein Anlass, an diesen unerträglichen Zustand zu erinnern. Die Bekämpfung von Kinderarmut ist der aktuellen Regierung aber keinerlei Überlegungen wert, wie die Kürzungen bei der Mindestsicherung zeigen,“ so KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner. „Während 120.000 Kinder in Haushalten leben, die es sich nicht leisten können auf Urlaub zu fahren, werden mit dem Familienbonus neu vor allem finanziell besser gestellte Familien entlastet.“

Unterschiedliche Ausgangsbedingungen von Kindern und Jugendlichen äußern sich auch bei den Bildungsmöglichke­iten, bei der Teilhabe an Kultur, in der Wohnsituation oder beim Zugang zum Gesundheitssystem. Es ist die Aufgabe der öffentlichen Hand und der Gesellschaft diese Nachteile möglichst früh auszugleichen. Jedes Kind ist gleich viel wert ist und hat das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, soziale und kulturelle Teilhabe.

Angesichts galoppierender Wohnkosten und steigender Lebenshaltungskos­ten, von denen gerade diejenigen betroffen sind, denen jetzt schon wenig bleibt, ist eine deutliche Erhöhung der Familienbeihilfe notwendig, die zumindest den Wertverlust der letzten 20 Jahre ausgleicht. Auch eine Kindergrundsiche­rung, wie beispielsweise von der Bundesjugendver­tretung oder der Volkshilfe gefordert, muss dringend überlegt werden, so der KPÖ-Bundessprecher. Mirko Messner abschließend: „Das Ziel muss ein Österreich sein, das keine Kinderarmut mehr kennt.“

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