KPÖ gegen Olympia-Bewerbung

Am 15. Oktober sollen die Tiroler_innen zu ihrer Meinung nach einer neuerlichen Olypmia-Bewerbung befragt werden. Bereits zweimal Mal gab es einen Volksentscheid in Innsbruck, beide Male ist er negativ ausgefallen. Kein Hindernis für die Großmannssucht der Schröcksnadels, Oppitz-Plörers und Platters, um wieder einmal mit Olympia zu liebäugeln.

„Sie greifen tief in die Trickkiste um keine dritte Abstimmungspanne zu erleiden. Nicht die Bevölkerung der Auftragsstadt wird abstimmen, die Tiroler_innen sollen befragt werden. Das ergibt eher eine JA-Mehrheit und im Zweifelsfalle ist das Ergebnis nicht rechtsverbindlich.“, erklärt dazu Josef Stingl, Tiroler Spitzenkandidat von KPÖ PLUS.

Getrickst wird auch bei den Kosten und bei der Fragestellung. Bei den Gesamtkosten wurden der Bau des Olympiadorfes und die Sicherheitskosten ausgeklammert um billige Winterspiele zu suggerieren. Suggestiv auch die Fragestellung: „Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische Spiele 2026 legen?“

Laut Stingl sind diese fünf Attribute „eine schmackhafte und satte Lügengeschichte um die Bevölkerung Pro-Olympia einlullen zu können“ . Warum stehen die Befürworter_innen nicht „selbstbewusst“ für ein klares JA. LH-Platter Bürgermeisterin Oppitz-Plörer wollen ja persönlich für ein solches stimmen, für ihre Parteien aber keine JA-Empfehlung abgeben. Angst vor möglichen Stimmenverlusten bei der Nationalratswahl?

Nachhaltig ist, dass für das „Moos“ und auch darüberliegende Kosten (bis jetzt kosteten alle Olympischen Spiele weit mehr als ursprünglich budgetiert) die Steuerzahler_innen herhalten müssen, ebenso für die Teuerungswelle, die bei solchen sportlichen Großevents einhergehen.

Regional angepasst, also noch mehr Tourismus und eingeschränkter öffentlicher Raum zugunsten einer „Postkartenidylle Innsbruck“ aölles andere würde ja die Tourist_innen und zahlungskräftige Publikum vergraulen.

„Freie Marktwirtschaft“ gibt es bei Olympiaveranstaltungen nicht. Großsponsoren a la Coca Cola verbieten sich jeglichen Wettbewerb. Wirtschaftlich sind die Olympischen Spiele für das IOC und für einige Spitzenathlet_innen mit großzügigen Sponsorverträgen. Steuern bleiben allerdings wenig, die „parken“ (oder gleich gar nicht) die Gewinner_innen in den sogenannten Steueroasen in Luxemburg, Panama oder Kaiman-Inseln!

Winterspiele brauchen Schnee, heute kommt das „schöne Weiß“ nicht mehr direkt vom Himmel, es entsteht künstlich. Ökologisch ist das allerdings nicht. Zudem ziehen sportliche Großevents Verkehr an. Und in puncto kulinarischer Versorgung ist zwar McDonalds als Hauptsponsor abgesprungen. Ein anderer Fast-Food-Anbieter wird sicherlich noch gefunden, um die Papp- und Plastik-Restmüll-Massen gewinnbringend zu vermehren.

„Wir sagen: Ja zu Innsbrucks Zukunft heißt NEIN bei der Olympia-Bewerbung!“ meint abschließend Josef Stingl.

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