KPÖ: Neuerliches Bettelverbot einfach ekelhaft!

Zur „Verschönerung und Säuberung“ von Innsbruck werden wir – nach dem Alkoholverbot – bald von einer neuen Verordnung beglückt. Das Bettelverbot zur Oster- und Christkindlmarktzeit kommt. Für Innsbrucks Stadtgranden ist es ja untragbar, wenn unsre und die der konsumsüchtigen Tourist_innen Augen durch bettelndes, fremd aussehendes Volk beleidigt würden. Das Alkoholverbot wird für diese Zeit dafür ausgesetzt – Glühwein und Punsch sollen dem Glanz und Gloria ihre Herrlichkeit verleihen.

„Es ist scheinbar nicht zumutbar, auf den Fress- und Saufmärkten daran erinnert zu werden, dass es so etwas wie Armut gibt. Bei Flüchtlingen wurde diese Geisteshaltung des Weg- und Fortschiebens schon durchgesetzt, weit weg von jeglicher Zivilisation, wo es außer Fuchs und Hasen keine Möglichkeit der Kommunikation gibt. Einfach ekelhaft, dennoch alles in allem wieder typisch fürs bigotte Land Tirol: Nur weg mit dem Gesindel!“ empört sich die KPÖ-Sprecherin Sylvia Dürr.

Die Grünen haben gegen das Bettelverbot gestimmt. Trotzdem werden sie vom KPÖ-Sprecher Roland Steixner kritisiert: „Auch die Grünen ducken sich weg. Unter einer grünen Vizebürgermeisterin wurden drei skandalöse Gesetze beschlossen, die diesen reaktionären Geist einatmen. Zuerst das Radfahrverbot in der Maria-Theresien-Straße, dann das Alkoholverbot in der Innenstadt, von dem freilich Gastgärten ausgenommen sind, und jetzt auch noch ein temporäres Bettelverbot. Wenn die Grünen daraus keine Konsequenzen ziehen, dass die Bürgermeisterin lieber auf Rudi Federspiel hört, dann heißt das schlichtweg, dass die Grünen auf ihre Grundwerte pfeifen, wenn es nur um Posten und Pöstchen geht.“