Aufstand der Kakerlaken

Am 3. Mai gibt in Innsbruck Gerald Loacker Einblick in das Leben eines »Kammerjägers«.  Im »schwarzen Raben«, sorry »Schwarzer Adler« heißt es richtigerweise, will er seine »Ungeziefervernichtung« präsentieren. Laut dem Kammerjäger soll unsere Arbeiterkammer in eine schlanke (zahnlose) InteressensServicevertretung umgewandelt werden – ohne Pflichtmitgliedschaft, ohne Pflichtbeiträge, dafür mit freiwilliger Bezahlung der Serviceleistungen für uns »Kakerlaken«.

Es ist auch ein Verbrechen in Zeiten des »NEO(s)Liberalismus«, dass es hierzulande noch immer einen gesetzlichen Schutz  für uns Lohnskav_innen gibt – wo kommen die Reichen, Fleißigen und Schönen denn hin, wenn das »Ungeziefer des Profitverlust«, auch noch ihre Rechte ohne großen Probleme einklagen kann: Diese Privilegien gehören daher vernichtet. Und, wer sich trotzdem den Luxus einer kostenfreien Rechtsvertretung leisten will, der kann sich ja einer Generali, einer Uniqa und Co privat versichern. So bliebt die Kohle wenigstens im direkten Kreislauf des Kapitalismus.

Herr Loacker, Finger weg von unserer Arbeiterkammer! Wir (Pflicht)Mitglieder sind durchaus in der Lage unsere Kammer selbst zu verwalten. Sind wir mit dem Aufbau von Vermögenswerten, oder Funktionär_innen der Kammer unzufrieden, so können wir das selbst regeln, dazu brauchen wir weder altrechte noch NEO(s)rechte Rattenfänger. Also Ende der Debatte oder es droht der »Aufstand der Kakerlaken«,

meint Josef Stingl