Lebenshaltungskosten steigen – vor allem für diejenigen mit kleiner Geldtasche

Wie die Statistik Austria am 17.8. mitteilte, ist die Inflationsrate mit Juli leicht auf 2,0 Prozent gestiegen. Neben den Kosten für Freizeit sind unter anderem auch die Mieten starke Preistreiber.  Diese stiegen im Vergleich zum Monat des Vorjahres um satte 4,2 Prozent. Zwar sanken im Vergleich die Kosten für Haushaltsenergie um 1,8 Prozent, doch es bleibt dabei, dass Mieter_innen insgesamt tiefer als im Vorjahr in die Tasche greifen müssen.

Da der Großteil der Österreicher_innen über kein Wohnungseigentum verfügt, wird für einen großen Teil die Verbilligung der Haushaltsenergie durch die Mietpreissteigerungen aufgefressen.  Auch der Mikrowarenkorb, der den Einkauf für den täglichen Bedarf umfasst, ist um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Besonders hervorzuheben ist hierbei die exorbitante Verteuerung von Butter (+32,2 Prozent), Gouda (+9,4 Prozent) und Äpfeln (+7,5 Prozent).

Diese Preissteigerungen müssen sich dringend in der Lohnentwicklung widerspiegeln. Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten, die eh schon nicht viel zum Leben haben, auch noch Reallohnverluste erleiden müssen, während Banken und Konzerne weiter kräftig abcashen.

Außerdem ist eine Mietpreisbegrenzung dringend nötig. Denn die Mietenexplosion, die daraus resultiert, dass sich krisenbedingt das Kapital in den Wohnungsmarkt gepumpt wird (Stichwort: „sichere und gewinnbringende Geldanlage“) führt dazu, dass sich viele Menschen das Leben kaum mehr leisten können.

Roland Steixner

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