Massenentlassungen bei Bombardier

Der kanadische Konzern Bombardier hat heute den Abbau von 650 Arbeitsplätzen angekündigt. Betroffen ist vor allem der Standort Villeneuve (VD), aber auch Zürich. Unia wird sich gemeinsam mit dem Personal aktiv für den Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen einsetzen. Nachdem Bombardier einen Großauftrag der SBB beendet hat, hat das Unternehmen heute den Abbau von 650 Arbeitsplätzen bekanntgegeben, darunter rund 500 temporär Beschäftigte.

Tragfähige Zukunftsszenarien entwickeln

Die Unia wird sich gemeinsam mit den Beschäftigten und den Personalvertretungen dafür einsetzen, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten, die Interessen der Beschäftigten verteidigt und tragfähige Strategien für die Zukunft erarbeitet werden. Die Unia erwartet dabei von Bombardier einen konstruktiven Dialog im Konsultationsverfahren, das morgen beginnt, hat das Unternehmen doch immer stark von  öffentliche Aufträgen profitiert.

Weltweite Umstrukturierung

Der kanadische Konzern führt derzeit eine weltweite Umstrukturierung seines Transportsektors durch. Bereits im letzten Jahr kündigte er den Abbau von rund 70 Stellen in der Schweiz an. Derzeit zählt es in der Schweiz rund 1300 Beschäftigte.

Quelle: Schweizer Gewerkschaft „UNiA“ 

Anmerkung der Redaktion: Bombardier hat auch in Wien einen Standort mit rund 700 Beschäftigten. Die 1823 gegründeten Lohnerwerke wurden 1970 von Bombardier erworben und zur Wiege der Schienenfahrzeugsparte des Unternehmens. 1990 entwickelte Bombardier in Wien als erster Schienenfahrzeughersteller ein Niederflur-Fahrzeug. Von Solidaritätsaktionen aus dem Wiener Konzernbetrieb ist uns nichts bekannt.

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