Nichts mehr zum Lachen?

Oft höre ich: „Job, Lebenskosten, Wohnen,…: Wir haben nichts mehr zum Lachen!“ Aber, aber liebe Leut‘, wir haben Fasching! Heuer zwar kurz, aber dafür um so heftiger. Einzig die Faschingsakteure, die zahlreichen Fasnachtgruppen und die Narren und Närrinnen der diversen Faschingsgilden haben wirklich nichts zu lachen. Sie kämpfen gegen eine begnadete Konkurrenz: die heimische Politik!

13Als einzigARTiger Klamauk entwickelt sich beispielsweise die Bundespräsidentenwahl. Dazu gab’s einen sich zierenden, aber in der Medienlandschaft sonnenden, niederösterreichischen Landesfürsten, der sich monatelang von seinen schwarzen Raben zum alternativlosen Kronprinzen hochleben lies. Kurz vor Ziel verabreichte er seinen schwarzen Freunden einen Tritt ins Federkleid und diese mussten rasch aus dem Keller ein altes (Khol)-Gemüse holen und für frisch und saftig verkaufen.

Die Rotmander und -frauen auch nicht faul, versuchen sich in edlen Kunst der Verkleidung: Aus einem farblosen Gesundheitsminister, wurde schon 2014 zu einem noch farbloseren Verkehrsminister gekürt. Jetzt gilt er strahlender Hero der Sozialdemokratie und Gewerkschaft, der das Sozialminisertium in noch höhere Weihen führen kann.

Seinen bisheriges Arbeitsfeld zu gestalten, darf dafür jetzt ebenfalls unter Gewerkschafts-Gnaden ein „KLUGer Militarist“ bewerkstelligen. Er kann ja immerhin auf sein Kunststück, das Volksabstimmungsergebnis gegen ein Berufsherr mit „Sparmaßnahmen“ pragmatisch in ein noch stärkeres Berufssoldaten Milizsystem verwandelt zu haben verweisen. Und bei Post, Bahn und Infrastrukur feigelt’s ja auch immer wieder.

Und, erstmals soll in Österreich ein blau uniformierter Bulle, das grün uniformierte Militär unter Oberherrschaft stellen. Vervollständigt wird die Kasperliade mit einen etwas älteren Baumeister, der zum zweiten Male in einen Präse-Wahlkampf einzusteigen überlegt.

Anmerkung am Rande: Auch so manch Tiroler (Möchtegern)Politiker gibt sich nicht gerade unlustig. Als Beispiel dienen die Piraten des Inns. Ihr Chef atmet jetzt jahrelang gesiebte Luft, will aber Parteichef bleiben und sein Stellvertreter betreibt zukünftig eine wissenschaftliche Feldstudie über das Tragen der Fußfessel: Schon im Vorfelde zeigt er sich unzufrieden, viel lieber wäre im ein Halsband, das müsste er nicht unter seinem Beinkleide verstecken.

Aber aufgepasst trotz dieser Lächerlichkeiten nicht vergessen, am 9. Februar ist Faschingsende und gleiche Politik wird uns rasch eine (bittere) Fastensuppe präsentieren: Eine Pensionsreform, bei der wir für weniger Pensionsleistung noch länger buggeln müssen, die Lösung des Arbeitslosigkeitsproblems durch längere Tages- und Wochenarbeitszeiten und noch mehr Arbeitslosen, einer Mindestsicherung noch weiter unter die Armutsschwelle und so weiter, und so weiter, und….