ÖGB Tirol: Landesvorstand beschließt einstimmig Resolution zu aktueller AK-Regelung

Das höchste Gremium des ÖGB Tirol, der Landesvorstand, beschloss in seiner Sitzung einstimmig eine Resolution, in der die Beibehaltung der Pflichtmitgliedschaft zur Arbeiterkammer und der Höhe der Arbeiterkammerumlage gefordert wird. „Die gesetzliche Interessensvertretung der Arbeitnehmer in Österreich, die Kammer für Arbeiter und Angestellte, kurz Arbeiterkammer (AK), steht unter massivem Beschuss der neuen Bundesregierung“, heißt es in der Resolution.

Das fraktionsübergreifende Bekenntnis zur AK beinhaltet auch die Forderung der bedingungslosen Beibehaltung der Pflichtmitgliedschaft in allen bundesweit anerkannten Kammern sowie die Beibehaltung der AK-Umlage von 0,5 Prozent. „Schon mit der derzeit kolportierten Senkung der Beiträge von 0,5 auf 0,3 Prozent monatlich würde die Leistung der AK massiv eingeschränkt sein. Das wären immerhin Einkommenseinbußen von 40 Prozent – allein in Tirol muss man in diesem Fall von bis zu 100 AK-MitarbeiterInnen weniger ausgehen. Das würde sich natürlich auf das umfangreiche Serviceangebot der AK, das vom Konsumentenschutz über zahlreiche Beratungen bis hin zur Rechtsvertretung reicht, massiv auswirken!“, warnt Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth.

Im Rahmen der derzeitigen Kampagne „Wie soll Arbeit?“ kommt die AK dem Auftrag zur Selbstevaluierung nach, das Ergebnis wird Anfang Juni präsentiert. „Die Zufriedenheit der Mitglieder liegt derzeit bei 93 Prozent und spricht für sich. Diese europaweit einzigartige Erfolgsgeschichte darf nicht den Interessen der Wirtschaft geopfert werden!“, appelliert Wohlgemuth abschließend.