ÖGB/SPÖ: Wertekompass Mindestlohn abgeprochen?

Bis 30. Juni müssen sie sich auf eine Regel zum Mindestlohn von 1500 Euro und eine Möglichkeit, flexiblere Arbeitszeiten einzuführen, einigen. Zwei Wochen haben sie noch Zeit. Offiziell möchten sich weder die Gewerkschaft noch die Wirtschaftskammer äußern. Wie die VN allerdings erfahren haben, zeichnet sich ein Kompromiss ab. Demnach steht eine Generalvereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Raum. Darin wird vereinbart, bis 31. Dezember 2019 in allen Kollektivverträgen und in allen Branchen einen Mindestlohn von 1500 Euro brutto festzulegen.

Anders sieht es bei der Arbeitszeit aus, da dürften die Positionen noch verhärtet sein. Eine Sprecherin von ÖGB-Präsident Erich Foglar will die Fragen trennen: „Natürlich sprechen wir bei den Verhandlungen über beide Themen. Aber ich verwehre mich gegen die Junktimierung von Mindestlohn und Arbeitszeit.“ Anderes ist aus der Wirtschaftskammer zu hören. „Entweder wir finden bei beiden Themen eine Einigung, oder wir finden gar keine“, lautet das offizielle Statement.

Quelle: Vorarlberger Nachrichten 

1.500 Euro Mindestlohn: Die Sozialdemokraten fordern einen Mindestlohn von 1.500 Euro für Vollzeitarbeit in allen Branchen. Außerdem sollen Einkommen bis 1.500 Euro brutto pro Monat steuerfrei gemacht werden. Das entspreche einer Steuerentlastung um mehr als 500 Euro jährlich für alle Steuerzahler, wird in einem roten Papier vorgerechnet.

Auszug aus dem SPÖ-Wertekompass – Quelle: Der Standard

2 Responses to ÖGB/SPÖ: Wertekompass Mindestlohn abgeprochen?

  1. Waldhart Hilde sagt:

    Mindestlohn sofort 1500.- und das steuerfrei genauso die Pensionen steuerfrei bis zu diesen Betrag. Wenn Millionäre keine Erbschaftssteuer zahlen müssen dann muss auch das möglich sein. Meine letzte Steuersenkung hat sofort meine Miete geschluckt, so schaut das bei Pensionisten aus.

  2. Josef Stingl sagt:

    Also erst 2020 den generellen Mindestlohn von 1500 Euro per Generalvereinbarung für alle. Wann wird dann die ÖGB-Forderung nach den 1700 Euro für alle tragend sein 2030 oder noch später?

    Die Kolleg_innen werden diese „zügige Herangehensweise“ sicherlich goutieren. Schluss damit! 1700 Euro und die jetzt heißt die Devise!

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