Politischer Adventkalender: 17. Dezember

JedeR Sechste in Europa zählt laut Eurostat zu den Niedriglohnempfänger_innen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Gegenüber 13,5 % an niedriglohnbeschäftigten Männern stehen 21,1 % an Frauen. Einen sehr hohen Anteil von Niedriglohnempfänger_innen haben Lettland (25,5 %) , Rumänien (24,4 %) und Litauen (24,0 %). Auf ein geringer als 10-prozentigen Anteil an Niedriglohnempfänger_innen kommt  Schweden (2,6 %), Belgien (3,8 %), Finnland (5,3 %), Dänemark (8,6 %), Frankreich (8,8 %) und Italien (9,4 %). Österreich, das sich gerne als unter den Besten präsentiert, ist beim Anteil an Niedriglöhnen und -gehältern mit immerhin 14,8 % gerade mal durchschnittlich unterwegs.

Interessant ist auch die statistische Auswertung über die »Kunstwährung Kaufkraftstandard (KKS)«. Mit dieser kann in allen Ländern die gleiche Menge an Waren und Dienstleistungen gekauft werden, sie ermöglicht also einen aussagekräftigen Volumenvergleich der Wirtschaftsindikatoren verschiedener Länder. Auch hier mischt Österreich keinesfalls in den vorderen Reihen mit. Die Liste der Besten führt Dänemark (18,5 KKS Median-Brutto-Stundenverdienst) an, gefolgt von Irland (18,4 KKS) und Belgien (15,4 KKS). Auch hier ist Österreich (12,6 KKS) nur Mittelmaß. Erwähnenswert ist dabei aber, dass in Bulgarien und Rumänien der tatsächliche Kaufkraftwert höher als das Medianeinkommen, in Österreich jedoch niedriger ausfällt.

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