Politischer Adventkalender: 24. Dezember

Wer kennt nicht die Geschichte der Herbergssuche. Sie stellt die vergebliche Suche von Josef und Maria nach einer Unterkunft für die Geburt ihres Kindes in Bethlehem dar. Bei der Suche nach einer Unterkunft f wurden sie von vielen Wirten abgewiesen. Nach mehreren, vergeblichen Versuche fanden sie schließlich einen Stall, der ihnen Unterschlupf bot. Ein Ochs und ein Esel wärmten die Unterkunft und als das Kind endlich auf die Welt kam, durfte es nur in der Futterkrippe Platz finden.

Und heute?

Zahlreiche Familien suchen eine Unterkunft – sie werden nicht direkt abgewiesen, sondern die geldgierige Miethaie stehen ihnen bei der Herbergssuche im Weg. Bei den Gemeinden werden dann lange Listen der Wohnungssuchenden verwaltet. Auf eine tatsächliche „städtische Unterkunft“ müssen sie oft Jahre warten.

Die Situation wird nicht besser. Die Mietkosten steigen weiter stark an – und liegen jedes Jahr über der allgemeinen Teuerungsrate. Das trifft insbesondere jene, die wenig Einkommen zur Verfügung haben, überproportional. Denn Wohnkosten machen einen großen Teil der monatlichen Aufwendungen aus, und eine Teuerung bei der Miete fällt schwerer ins Gewicht, da auf Wohnen, anders als auf manch andere Ausgaben, nicht einfach verzichtet werden kann.