Politischer Adventkalender: 6. Dezember

6Viele Menschen feiern am 6. Dezember Nikolaus. Doch wo hat dieser Tag eigentlich seinen Ursprung? Der Brauch stammt aus der Verehrung des Heiligen Nikolaus von Myra. Es ist dessen Todestag.

Die Legende besagt, dass er sein gesamtes Vermögen an die Armen verteilte und unschuldige Menschen vor dem sicheren Tode rettete. Von besonderer Bedeutung für die heutige Tradition ist die Geschichte von einem sehr armen Mann: Ihm fehlte das Geld für die Heirat seiner drei Töchter, deshalb er sie in die Prostitution schicken wollte. Als Nikolaus davon erfuhr, warf er Gold in den Kamin der Mädchen. Dieses fand sich in ihren Stiefeln und Socken wieder, die dort zum Trocknen hingen.

Mit Arm wird dieser Tag heute nicht mehr verbunden. „Süßer die Kassen klingeln“ wäre schon treffender. Wie die gesamte Weihnachtszeit, ist auch der Nikolaustag dem grenzenlosen Kommerz unterworfen. Bereits im Oktober werden die Geschäfte auf Weihnachten getrimmt, um ja recht viel vom „Weihnachtsstollen“ abzubekommen. Zum Jahresende soll ja das Sahnehäubchen Weihnachtsgeschäft zu einer erklecklichen Beutelverdickung geführt haben.

Synonym für diesen „neuen Weihnachtsbrauch“ der Umgang mit Nikolaus als „Santa Claus“ beim Getränkekonzern Coca Cola. Seit Jahrzehnten wird von diesem der „rot-weiße Geschenkebringer“ für die Maximierung ihrer Geldsäcke genutzt – Nachahmer_innen gibt es seitdem viele.