Rasantes Ansteigen der ungleichen Vermögensverteilung

Laut neuester Oxfam-Studie ist die Hälfte des Weltvermögens bei nur mehr acht Männer angesiedelt. Das Vermögen dieser acht reichsten Milliardäre liegt bei 426 Milliarden Dollar, und das der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung – rund 3,75 Milliarden Menschen – bei 409 Milliarden Dollar.

Wie rasch die Ungleichheit der Vermögensverteilung voranschreitet, zeigt, dass nur ein Jahr davor „noch“ 62 Menschen und vor zwei Jahren 80 Menschen die Reichsten waren, die genau so viel besaßen wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Zur Vervollständigung, wer sind die acht Superreichen: Micrasoft-Gründer Bill Gates, der Gründer der Modekette Zara, Amancio Ortega, der Investor Warren Buffett, der mexikanische Unternehmer Carlos Slim, Amazon-Gründer Jeff Bezos, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Larry Ellison von der IT-Firma Oracle und der Gründer der Unternehmen Bloomberg L.P. und Bloomberg Television.

Auch in Österreich ist die Vermögensverteilung sehr einseitig:

Laut dem Forschungsprojekt „Reichtum im Wandel“ der Arbeiterkammer besitzt das reichste Prozent der Österreicher_innen (also rund 800 Personen) 37 Prozent des Gesamtvermögens. Die ärmsten 50 Prozent (oder rund 4,2 Millionen Menschen) verfügen auf der anderen Seite wiederum nur über 2,2 Prozent des Gesamtvermögens.

Um etwas mehr Verteilungsgerechtigkeit herzustellen bedarf es dringend einer – m.E. progressiven – Vermögensbesteuerung. Die Mythen der Reichen und ihrer herrschenden Politik, dass die Vermögensbesteuerung wenig einbringt ist schlicht und ergreifend falsch!

Tatsächlich hängt die fiskalische Wirkung (wie bei jeder Steuer) bloß von der Wahl der Bemessungsgrundlage und des Steuersatzes ab. Dass derzeit vermögensbezogene Steuern in Österreich nichts einbringen, ist schon klar: Es gibt kaum welche und bei den wenigen doch, sind die Bemessungsgrundlagen international gesehen sehr bescheiden, bzw. entsprechen im Fall der Grundsteuer nicht den Marktpreisen.