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Tiroler Soziale Dienste: Langer Weg bis zum Sozialplan

„Wir waren immer verhandlungs- und gesprächsbereit“, stellen Betriebsrat und Belegschaftsvertretung der Tiroler Sozialen Dienste GmbH klar. Geschäftsführer Harald Bachmeier hatte bei der letzten Sozialplanverhandlung am 17.8.2017 zugesichert, dass er bis 25.8.2017, vor seinem 3-wöchigen Urlaub, mit den Eigentümervertretern die ausverhandelten Konsenspunkte und den größten offenen Punkt, die freiwillige Abfertigung, abklären wird.

Warum für KPÖ PLUS

Josef Stingl, Koch, 57 Jahre jung, geschieden, hat 2 Kinder und 7 Enkelkinder. Die Freizeit verbringt er gern mit seinem Wohnmobil und fallweise bei einem Spielchen von FC Wacker Innsbruck. So „nebenbei“ ist er ehrenamtlich auch noch Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) und Mitglied des Bundesvorstandes des ÖGB.

Josef Stingl Spitzenkandidat von KPÖ PLUS in Tirol

Josef Stingl kandidiert bei den kommenden Nationalratswahlen auf Listenplatz 1 der Landesliste Tirol von KPÖ PLUS. Der 57-Jährige aus Axams ist gewerkschaftlich aktiv und gelernter Koch. Die Erfahrung in der Gastronomie und als Gewerkschafter prägt auch seine politische Arbeit. “Ich möchte den Menschen zeigen, dass es auch anders gehen kann, wenn sie für ihre Interessen kämpfen. Mit KPÖ PLUS kandidiert bei dieser Nationalratswahl eine glaubwürdige, soziale Kraft, die den Menschen ihre Stimme wiedergibt, die sonst nicht gehört werden”, erklärt Stingl seinen Antritt.

Vorsicht, Teilzeitfalle!

Teilzeit, Teilzeit, Teilzeit, ganze Branchen – insbesondere im Handel und Pflegebereich – bieten fast nur mehr Jobs mit verminderter Arbeitszeit an. Vor allem Frauen greifen zu diesem „Angebot“, nicht aus Faulheit und meist nicht freiwillig! Ihre Lebensumstände, wie Doppelbelastung, fehlende Kinderbetreuungsplätze, der Druck am Arbeitsplatz oder eben das Arbeitsplatzangebot lassen nichts anderes zu.

Arm, Ärmer, Tirol!

Als selbsternannter „Schwarzer Rabe“ verweist Tirols Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer allzu gern auf die österreichweit überdurchschnittliche  Wirtschaftsperformance im heiligen Land Tirol. Aber, jetzt hat das Institut für höhere Studien (IHS) eine Studie über die Tiroler Einkommenssituation veröffentlicht. Sie verdeutlicht sehr genau wer „Tirols Wirtschaftswunder“ bezahlt.

Wi(e)der „ein Stück Kurz“

Sebastian Kurz „Sozial-Berater“ Wolfgang Mazal verlangt, dass Arbeitslose zur 24-Stunden-Pflege zwangsverpflichtet werden. Zusätzlich sollen finanzielle Mittel aus der Arbeitslosenversicherung für den herrschenden Pflegenotstand abgezwackt werden. Laut Mazal passt ein „gegenleistungsloses Transfereinkommen und 400.000 Arbeitslose nicht zusammen“.

Profithemmend: Pfui Teufel

Österreich hat ein Tarifsystem um dies wir oft beneidet werden. Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer,… sind als Interessenvertretungen gesetzlich verpflichtend und aus dieser Kammernlandschaft und damit aus den ausverhandelten Tarifverordnungen kann keiner so leicht aussteigen. Fast 95 Prozent aller Lohn- und Gehaltsverhältnisse sind so kollektivvertraglich gebunden und gesichert. Natürlich stört manch „Unternehmer_in“ diese lästige Mindestlohnbindung und sucht nach „Auswegen“, wie seinerseits die AUA oder der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), die den KV einfach generell aufkündigten oder jüngst das grafische Gewerbe, wo sich der Verband Druck und Medientechnik mit einem Statutentrick ihrer KV-Pflicht entledigte.

Sozialpartnerschaft: Schach Matt?

Zeigen sich derzeit die Sozialpartner Wirtschaftskammer, ÖGB und Arbeiterkammer einig verbunden wie selten davor, herrscht am „Schachbrett der Wirtschaft“ offener Kampf. „Springer schlägt Leitl“ lautet der vorerst letzte Zug: Der industrielle Timo Springer (Springer Maschinenbau) fordert den WK-Präsidenten Christoph Leitl zum Rücktritt auf.

Auf der langen Bank

Kein Tag, an dem nicht die Sozialpartnerschaft bejubelt wird. Am 30. Juni sprach AK-Präsident Rudolf Kaske von einer „beachtlichen Leistung“ und einem „echten Meilenstein“ der Sozialpartner_innen. Die Präsidenten von Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und ÖGB präsentierten bei einer Pressekonferenz ihre Einigung zum Mindestlohn.

Trumpmania…

Die magere Sozialpartner_innen-Vereinbarung zeigt Nachwirkung. Dem Tiroler WKO-Kammerchef Jürgen Bodenseer liegt das Fehlen des 12-Stunden-Tages schwer im Magen schwer im Bauch.  Die „Freundlichkeiten des neuen Klassenkampfes“ teilen sich Tirols Sozialpartner_innen jetzt schriftlich mit.  AK-Präsident Erwin Zangerl ortet das Ankommen der „Trumpmania“ bei der die Tiroler Wirtschaft. Der ÖGB-Tirol verlangt in einer Resolution das Beibehalten der Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern und Bodenseer  „versichert“, dass es im keineswegs um das Niederreißen von wohlerworbenen Arbeitsrechten, sondern um eine moderne, flexible Lösung bei den Arbeitszeiten geht…