Tag Archives: Frauen

Vorsicht, Teilzeitfalle!

Teilzeit, Teilzeit, Teilzeit, ganze Branchen – insbesondere im Handel und Pflegebereich – bieten fast nur mehr Jobs mit verminderter Arbeitszeit an. Vor allem Frauen greifen zu diesem „Angebot“, nicht aus Faulheit und meist nicht freiwillig! Ihre Lebensumstände, wie Doppelbelastung, fehlende Kinderbetreuungsplätze, der Druck am Arbeitsplatz oder eben das Arbeitsplatzangebot lassen nichts anderes zu.

Innsbruck: Fortbestand des Vereins ARANEA gesichert

Entwarnung kommt zur bedrohenden Schließung Mädchenzentrum ARENEA: „Es ist schön zu spüren, dass Mädchenarbeit so vielen ein Anliegen ist! Mit den Vertreter_innen des Landes Tirols und der Stadt Innsbruck ist es nun gelungen, den Weiterbestand des Vereins ARANEA zu gewährleisten und Mädchenarbeit in verschiedenen Formen fortzusetzen.“

Offener Brief für den Erhalt des Mädchenzentrum ARANEA

Lieber Herr Landeshauptmann Platter,
liebe Frau Bürgermeisterin Oppitz-Plörer,
werte Landeshauptmann-Stellvertreter_innen, Bürgermeister-Stellvertreter_innen,
Landesrät_innen, Stadrät_innen und Landtagsabgeordnete,

Ihnen ist ja bekannt, dass das ARANEA Mädchenzentrum in Innsbruck/Tirol, aufgrund fehlender finanzieller Mittel gezwungen ist, das Mädchenzentrum einschließlich der Fachstelle für Mädchenarbeit in Tirol und aller weiteren ARANEA-Projekte mit Jahresende zu schließen.

Silvia Nagele Tirols neue ÖGB-Landesfrauenvorsitzende

Im Rahmen der Landesfrauenkonferenz wurde mit 100 Prozent Silvia Nagele zur neuen Landesfrauenvorsitzenden gewählt, ebenso alle Präsidiumsmitglieder. Ihre Vorgängerin Ulrike Ernstbrunner hatte im Dezember 2016 bekannt gegeben, nach sechs Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen. Tirols ÖGB-Vorsitzender Otto Leist gratuliert der neugewählten ÖGB-Frauenvorsitzenden Tirols: »Silvia Nagele kann umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Arbeitnehmer_innenvertretung insbesondere im Bereich der Frauen vorweisen. Ich bin überzeugt davon, dass sie die hervorragende Arbeit ihrer Vorgängerin bestens fortsetzen wird!«  Gleichzeitig dankte er Ernstbrunner für ihren jahrelangen Einsatz für die Rechte der Frauen.

Mindestlohn als Zeichen für Gerechtigkeit

Österreich sei bei der Einkommensgerechtigkeit nach wie vor eines der Schlusslichter in Europa, heißt es von Seiten des Gewerkschaftsbundes. Dieser setzt anlässlich des Internationalen Frauentags ein Zeichen. „1500 Euro Mindestlohn wären ein großer Schritt zu mehr Gerechtigkeit, weil in schlecht entlohnten Branchen sehr viele Frauen arbeiten“, erklärt ÖGB-Regionalsekretär Peter Schoberleitner.

Neue Jobs seit 2011 fast nur mehr Teilzeit

Im Jahr 2016 hat es in Österreich 4,22 Millionen Erwerbstätige und 270.000 Arbeitslose gegeben. Von den Erwerbstätigen waren 3,68 Millionen Menschen unselbstständig beschäftigt. Im Vergleich zu 2011 sind das um 167.800 Erwerbstätige mehr. Der Zuwachs konzentrierte sich auf Unselbstständige und erfolgte nahezu ausschließlich im Teilzeitbereich. Die Teilzeitquote erhöhte sich insgesamt von 25,3 auf 28,7 Prozent. Zwischen Männern und Frauen gab es große Unterschiede.

Dem Handwerk das Handwerk legen

1.500 Euro Mindestlohn, das fordert die Bundesregierung von den Sozialpartner_innen bis zum Sommer – netto sind das 1.198,90 Euro. Eigentlich schon ein Grund zum Fremdschämen, liegt doch die offizielle Armutsschwelle in Österreich gerade mal 35 Euro unter dieser Summe. Aber es geht noch übler:

Einige Gedanken zum Frauentag

Dass Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht erreicht ist, ist anhand der UNO-Daten leicht ersichtlich: Frauen erledigen zwei Drittel der weltweit geleisteten Arbeit, produzieren die Hälfte aller Lebensmittel, erhalten ein Zehntel aller Einkommen weltweit und besitzen ein Prozent des Vermögens weltweit.

Einige Stimmen zum Internationalen Frauentag

Durch Karenzeiten verlieren Frauen Anrechnungszeiten auf dienstzeitabhängige Ansprüche wie etwa beim Zugang zur sechsten Urlaubswoche, beim Krankengeldzuschuss, beim Jubiläumsgeld oder bei Kündigungsfristen. Im Laufe eines Berufslebens kann sich diese Benachteiligung auf mehrere tausend Euro summieren. Silvia Nagele, Landesfrauenvorsitzende der PRO-GE Tirol fordert daher: „Eine Novelle der gesetzlichen Bestimmungen ist dringend notwendig, um für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die gleichen Voraussetzungen zu schaffen.“

Frauenvolksbegehren: Noch Forderungen offen

Ziel des Frauenvolksbegehrens 1997 unter dem Titel „Alles was Recht ist“ war es, die Gleichstellung von Mann und Frau in der Verfassung zu verankern und die Umsetzung eines Forderungskataloges zu erreichen: „Die Hälfte der öffentlichen Macht, des Einflusses und des Geldes den Frauen und die Hälfte des privaten Bereichs, der Hausarbeit und der Kindererziehung den Frauen“, so formulierte die Journalistin und Schriftstellerin Eva Rossmann damals als eine der Initiatorinnen das Grundbegehren. Offene Punkte gibt es nach wie vor – wie etwa gleicher Lohn für gleiche Arbeit.