Tag Archives: Innsbruck

Olympia-Fragestellung – eine Farce!

Nun ist sie also offenkundig fixiert, die Frage, die der Tiroler Bevölkerung am 15. Oktober 2017 unterbreitet werden soll: „Soll das Land Tirol ein selbstbewusstes Angebot für nachhaltige, regional angepasste sowie wirtschaftlich und ökologisch vertretbare Olympische Spiele 2026 legen?“

Innsbruck: Leerstand und Leerversprechungen

Dass der zur Verfügung stehende Wohnraum in Innsbruck knapp ist, ist keine Neuigkeit. Sämtliche Wahlkämpfe der letzten Jahren wurden mit der Forderung nach leistbarem Wohnen versüßt. Dass die Wahlzuckerln das Papier nicht wert sind, in das sie gewickelt sind, ist allerdings auch nicht neu.

Innsbruck: Fortbestand des Vereins ARANEA gesichert

Entwarnung kommt zur bedrohenden Schließung Mädchenzentrum ARENEA: „Es ist schön zu spüren, dass Mädchenarbeit so vielen ein Anliegen ist! Mit den Vertreter_innen des Landes Tirols und der Stadt Innsbruck ist es nun gelungen, den Weiterbestand des Vereins ARANEA zu gewährleisten und Mädchenarbeit in verschiedenen Formen fortzusetzen.“

Unterschreiben untersagt

Eine komische Welt in der wir Leben, die Konsumgesellschaft: Waschmaschine kaputt. Reparieren? Nein danke, lieber kaufen. Oder: Bildröhrenfernseher out, Flachbildschirme in: die alte Glotze auf den Müll. Und für die Freizeit gibt’s die sogenannten »Einkaufs-Erlebnis-Tempel«. In der Landeshauptstadt des (schein-)heiligen Landes Tirol wurde in einem solchen sogar ein Gymnasium integriert und ins Rathaus geht’s nur mehr über die Räumlichkeiten eines anderen.

Warum die KPÖ Plus meine neue politische Heimat ist

Endlich tut sich was in der österreichischen Politiklandschaft. Bewegungen werden gestartet, neue Listen gegründet. Und endlich hat auch unser Kolumnist seine wahre politische Heimat gefunden. Es begann ganz unverfänglich und zaghaft. Ein freundlicher junger Mann sprach mich an. “Interessieren Sie sich für die KPÖ Plus?” säuselte er mir schüchtern entgegen. Er stand etwas verlassen und verloren inmitten eines kapitalistischen Einkauftempels. Musik drang aus den Lautsprechern. Die Menschen hetzten durch die Geschäfte. Seine zarte Stimme klang wie ein Versprechen auf eine bessere und ruhigere Welt ohne allgegenwärtigen Konsumzwang.

Innsbruck, Olympia? oder: Ich dachte, wir müssten sparen…

Innsbruck hatte schon zweimal das Vergnügen. 1964 und 1976 wurden die Olympischen Spiele in Innsbruck ausgetragen. Bereits 1964 war die Schneemenge in Innsbruck und Umgebung – gelinde gesagt – überschaubar. Das Bundesheer bewies einmal seine „Nützlichkeit“, indem es 20 000 Eisblöcke und 40 000 m³ Schnee herbeischaffte. Der Föhneinbruch zu Lichtmess drohte zahlreiche Wettkämpfe buchstäblich ins Wasser fallen zu lassen.

Innsbruck: Besoffene Doppelmoral

Vor wenigen Tagen wurde Bundespräsident Alexander Van Der Bellen offiziell vor dem Tiroler Landhaus begrüßt. Ein landesüblicher Empfang mit Schützen, mit Blasmusik und dem obligaten Trunk aus dem Schnapsfass‘l durften natürlich nicht fehlen. „Platter sei Dank„ am Landhausplatz gibt’s kein Alkoholverbot. Die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) hätte dann auch viel zu tun – eine Anzeige gegen Bundespräsident und Landeshäuptling wäre unangenehm, abgesehen davon dass Zweiterer ein Wiederholungstäter wäre.

Gute Nacht für Shopping-Nacht!

Am 9. Juni findet in Innsbruck wieder eine „Shopping-Night“ statt. Bis 23.00 Uhr sollen die Innenstadtgeschäfte für den nächtlichen Kaufrausch-Tam-Tam die Pforten geöffnet haben. Für die „freiwillig“ arbeitenden Handelsangestellten, meist Frauen, eine Zumutung. Sie müssen danach noch ihren Heimweg antreten, was sich mit öffentlichen Verkehrsmittel in manche Regionen als schwierig bis unmöglich erweist. Die Gewerkschaft ärgert’s, es fehlt nach wie vor die Unterschrift der Wirtschaftskammer zum sogenannten Event-Kollektivvertrag.

GLB/Tirol/Mindestsicherung: Für’s Budget ein kleiner Schritt, für die Armen ein Riesentritt

Als »Schwarz-Grünen Sozialraub« bezeichnet Josef Stingl, Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB), die Novelle des Tiroler Mindestsicherungsgesetzes. 5,3 Millionen Euro sollen dabei bei den Ärmsten der Armen zu Gunsten des Landesbudgets abgezwackt werden.

1.Mai-Demo in Innsbruck stand unter dem Motto »Für eine Welt ohne Kapitalismus«

Über 1.000 Menschen wurden von der Polizei bei Tirols 1.Mai-Demo gezählt. Das Demo-Bündnis bestehend aus über zwanzig Unterstützer_innen-Organisation hat somit mehr Menschen mobilisiert als alle Innsbrucker 1.Mai-Parteiveranstaltungen zusammen und brachte damit auch heuer ein buntes Bild mit einem Meer an roten Fahnen auf Innsbrucks Straßen: Migrant_innen, türkische und kurdische Kulturvereine, Alevit_innen, sozialdemokratische Jugendliche, ein Antiautoritärer Block, Linke und…  gingen Seite an Seite »Für eine Welt ohne Kapitalismus« auf die Straße. Mit dabei auch  KPÖ und Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).