Tag Archives: Wohnen

Josef Stingl Spitzenkandidat von KPÖ PLUS in Tirol

Janna Eberharter auf Platz 2 der Landesliste

Josef Stingl kandidiert bei den kommenden Nationalratswahlen auf Listenplatz 1 der Landesliste Tirol von KPÖ PLUS. Der 57-Jährige aus Axams ist gewerkschaftlich aktiv und gelernter Koch. Die Erfahrung in der Gastronomie und als Gewerkschafter prägt auch seine politische Arbeit. “Ich möchte den Menschen zeigen, dass es auch anders gehen kann, wenn sie für ihre Interessen kämpfen. Mit KPÖ PLUS kandidiert bei dieser Nationalratswahl eine glaubwürdige, soziale Kraft, die den Menschen ihre Stimme wiedergibt, die sonst nicht gehört werden”, erklärt Stingl seinen Antritt.

Innsbruck: Leerstand und Leerversprechungen

Dass der zur Verfügung stehende Wohnraum in Innsbruck knapp ist, ist keine Neuigkeit. Sämtliche Wahlkämpfe der letzten Jahren wurden mit der Forderung nach leistbarem Wohnen versüßt. Dass die Wahlzuckerln das Papier nicht wert sind, in das sie gewickelt sind, ist allerdings auch nicht neu.

Wohnen in Österreich teurer als in Deutschland

In deutschen Metropolen ist Wohnen wider Erwarten spürbar günstiger als in Wien. Die absoluten Mietpreise sind zwar bei den Deutschen zum Teil höher, doch gemessen an der Kaufkraft relativiert sich das Bild, geht aus einer aktuellen Analyse des Immobilienportals ImmobilienScout24 und des Markt- und Meinungsforschungsinstituts GfK hervor.

Wohnen wird teurer – Druck von den Mieter_innen dringend notwendig

Gemäß der Mikrozensuserhebung der Statistik Austria sind die Mieten seit 2012 im Schnitt um 14,3 Prozent teurer geworden. Auf dem privaten Wohnungsmarkt kam es zu den deutlichsten Mietkostensteigerungen. Allein vom Jahr 2015 auf 2016 stiegen die Mietkosten inklusive Betriebskosten um 3,2 Prozent.

Zum Thema Wohnen: Der Politik einheizen um Soziale Kälte zu beseitigen!

»Untragbare Wohnungsbedingungen, schlechte Gesundheit und kaum Geld für Heizung oder Kleidung – Armut ist auch in Tirol verbreitet. Für zwölf Prozent der Tiroler Bevölkerung stellen die Kosten fürs Wohnen eine enorme für deutlich mehr als die Hälfte der Bevölkerung eine gewisse Belastung dar«, meldete dieser Tage der ORF-Tirol.

KPÖ startet Kampagne für leistbares Wohnen

Immer mehr Menschen können sich das Wohnen nicht mehr leisten, ohne eine selbst sehr bescheidene Lebensführung zu gefährden. Die Bundesregierung hat Abhilfe durch ein modernes, soziales Mietrecht versprochen, ist aber untätig geblieben. Deshalb hat die KPÖ heute eine bundesweite Kampagne unter dem Titel „Wohnen darf nicht arm machen“ gestartet.

Eichhof – Abriss nach Sanierung oder: Schildbürgerstreich der IIG

Am 4.2. fand im Pfarrsaal der Schutzengelkirche eine ausgesprochen gut besuchte Bürger_innenversammlung zum Thema Abriss und Neubau des Eichhofs statt. Tatsächlich sind davon 244 bereits bestehende Wohnungen betroffen. Das geplante Bauprojekt der IIG sieht eine Verdichtung des Eichhofs vor.

Politischer Adventkalender: 24. Dezember

Wer kennt nicht die Geschichte der Herbergssuche. Sie stellt die vergebliche Suche von Josef und Maria nach einer Unterkunft für die Geburt ihres Kindes in Bethlehem dar. Bei der Suche nach einer Unterkunft f wurden sie von vielen Wirten abgewiesen. Nach mehreren, vergeblichen Versuche fanden sie schließlich einen Stall, der ihnen Unterschlupf bot. Ein Ochs und ein Esel wärmten die Unterkunft und als das Kind endlich auf die Welt kam, durfte es nur in der Futterkrippe Platz finden.

Und heute?

Zahlreiche Familien suchen eine Unterkunft – sie werden nicht direkt abgewiesen, sondern die geldgierige Miethaie stehen ihnen bei der Herbergssuche im Weg. Bei den Gemeinden werden dann lange Listen der Wohnungssuchenden verwaltet. Auf eine tatsächliche „städtische Unterkunft“ müssen sie oft Jahre warten.

Die Situation wird nicht besser. Die Mietkosten steigen weiter stark an – und liegen jedes Jahr über der allgemeinen Teuerungsrate. Das trifft insbesondere jene, die wenig Einkommen zur Verfügung haben, überproportional. Denn Wohnkosten machen einen großen Teil der monatlichen Aufwendungen aus, und eine Teuerung bei der Miete fällt schwerer ins Gewicht, da auf Wohnen, anders als auf manch andere Ausgaben, nicht einfach verzichtet werden kann.

Obdachlosigkeit: Keine Alternative zum Schlafverbot?

Gestern wollte die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer gemeinsam mit ihrem schwarzen Kompagnon Franz Xaver Gruber im Gemeinderat ein Schlafverbot im öffentlichen Raum für Obdachlose durchsetzen. Sie scheiterte: Nicht am sozialen Willen aller anderen, sondern an FPÖ, Federspiel und Co., die auch noch die Ärmsten der Gesellschaft zu Spalten versucht und Innsbrucks Obdachlose in „Hiesige“ und „Ausländerg’sindel“ teilen wollen.

Verkehrte Welt?

Nun ist also ausgerechnet die Innsbrucker FPÖ mit ihrem Hardliner Rudi Federspiel gegen das Schlafverbot für Obdachlose, während Oppitz-Plörer und Gruber dieses vorantreiben wollen. Allerdings hat die Ablehnung der FPÖ nur einen Haken für die Obdachlosen.

Sollte ein umfassendes Bettelverbot mitbeschlossen werden, dann wird die FPÖ das Schlafverbot unterstützen. Auch wenn die FPÖ nun verkündet, dass für einheimische Obdachlose zu wenig getan werde, so wird sie sich mit einer Alibi-Aktion (zweite Notschlafstelle) schnell zufrieden geben, obwohl dadurch das Problem der Obdachlosigkeit keineswegs gelöst wird. Auch nicht für einheimische Obdachlose, die der FPÖ angeblich am Herzen liegen. Dennoch ist der ernste Kern dieser Politkomödie, dass die Innsbrucker Bürgermeisterin die FPÖ rechts überholen will. Da aber bereits Federspiel auf dem Pannenstreifen fährt, bleibt für die Frau Bürgermeisterin nur mehr die Leitplanke übrig.

Roland Steixner