Tag Archives: Mindestlohn

Tirol ist anders!

In den meisten Bundesländern sind die Arbeiterkammern SPÖ-dominiert. In Tirol liegt die Führungsmacht beim ÖAAB. Etwas anders auch der Sprech des – laut eigenen Angaben – „echt schwarzen“ Präsidenten Erwin Zangerl. Hemmungslos kritisiert er nicht nur „die Anderen“, sondern auch seine eigene Partei. Dass seine ÖAAB-Kolleg_innen in Parlament und Landtag trotzdem konträr zu ihm abstimmen verschweigt Zangerl aber lieber dezent.

GLB solidarisiert sich mit den streikenden Eisenbahner_innen

Den Metaller_innen gleich machen´s jetzt die Eisenbahner_innen. Am Montag zwischen 12 und 14 Uhr kommt es zu Warnstreiks für einen ordentlichen Gehaltszuwachs. Das letzte Unternehmensangebot lag bei einem täglichen Plus von 50 Cent über der Inflationsrate – und das brutto. Laut dem Bundesvorsitzenden des Gewerkschaftlichen Linksblock im ÖGB (GLB) ist das „eine bodenlose Verhöhnung der zigtausenden Eisenbahner_innen, die Woche für Woche, Tag und Nacht von Montag bis Sonntag dafür sorgen, dass Stammgäste (Pendler_innen) und Gäste (Reisende und Fernreisende) pünktlich und sicher ihr Ziel erreichen“. 

Vom „heißen Herbst“ blieb beim Metall-Abschluss nicht viel übrig

Nicht gerechtfertigt ist der Jubel der Spitzen der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp über den Kollektiv-vertragsabschluss für die 130.000 Beschäftigten der Metallindustrie, meint Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB). Das Ergebnis des für alle anderen Branchen richtungsweisenden KV-Abschlusses ist eine Erhöhung der Löhne bzw. Gehälter zwischen drei und 3,6 Prozent, der Aufwandsentschädigungen um 2,1 Prozent, der Zulagen um 3,5 Prozent sowie der Nachtarbeitszulagen um sieben Prozent in vier Jahren auf 2,52 Euro.

Heißer Herbst?

„Der Regierung einen heißen Herbst bescheren“, kündigte die Gewerkschaft beim Start der Herbst-KV-Lohnrunde an. Heiß geht`s jetzt nach Abschluss des Metaller_innen-KVs tatsächlich her: Allerdings nicht für die Regierung, sondern für die gewerkschaftlichen KV-Lohnverhandler_innen. Unterschiedlichst wird in den Social-Medien der Abschluss diskutiert: Von „hervorragend“ bis zum „im Liegend umgefallen“.

Metaller-Warnstreiks: Solidarität von Links!

Der Gewerkschaftliche Linksblock im ÖGB (GLB) solidarisiert sich mit den im Warnstreik befindlichen Kolleg_innen der Metallindustrie. „Das Unternehmensangebot von 2,7 Prozent war ein Hohn“, meint GLB-Bundesvorsitzender Josef Stingl. Ähnlich die Tiroler AK-Liste Gewerkschaftliche Linke: „Vollste Solidarität mit dem Widerstand der Metaller_innen“.

GLB für Urabstimmung über neuen Bus-KV

Erst vor wenigen Wochen demonstrierten auf Initiative des ÖGB über 100.000 Menschen in Wien gegen die Verschlechterungen im Arbeitszeitgesetz – gegen eine 60-Stunden-Woche und gegen den Lohnraub durch Wegfall von Überstundenzuschlägen. Weiterer Widerstand der Gewerkschaften wurde angekündigt – nicht zuletzt bei den kommenden KV-Verhandlungen.

Saisonarbeitskräfte als billige Arbeitssklaven?

Als Bekräftigung für die Notwendigkeit und Dringlichkeit eines gesetzlichen Mindestlohnes interpretiert die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) die Debatte über hunderte fehlende Erntehelfer_innen und deren Entlohnung sowie unmenschliche Arbeitsbedingungen wie 80-Stunden-Wochen, Dumpinglöhnen von drei Euro pro Stunde, unbezahlte Überstunden oder menschenunwürdige Unterkünften, stellt GLB-Bundesvorsitzender Josef Stingl fest.

Niedriglohnsektor mit gesetzlichem Mindestlohn bekämpfen

Die neue Studie der Arbeiterkammer OÖ über Niedriglöhne in Österreich ist für die Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB) einmal mehr Anlass für die Bekräftigung der Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, stellt GLB-Bundesvorsitzender Josef Stingl fest.

Nichts zum Verschenken

Wer erinnert sich nicht an Niki Laudas Werbespot, bei dem er mit übergewichtigem Koffer beim Flugschalter steht, diesen plündert und  Mantel über Mantel überzieht und süffisant meint, er hätte nichts zu verschenken. Jetzt hat Lauda wieder eine eigene Fluglinie, auch bei der verschenkt er nichts. Schlimmer noch, seine Angestellten brauchen besagte Jacken und Mäntel um im Winter nicht zu erfrieren. Denn bei einem Grundlohn von 600 Euros ist Heizen ein Luxus. Sorry, ganz so unsozial ist „Sir Niki“ dann doch nicht! Immerhin gibt er dazu eine Risiko- und Sonn- und Feiertagszulage von 360 Euro, damit seine Crew nicht mit Frostbeulen umherlaufen muss.

Jubelstimmung bei den Sozialdemokrat_innen,…

… in der letzten Nationalratssitzung dieser Legislaturperiode wurde noch die – wenn auch mit langen Übergangsbestimmungen – rechtliche Gleichstellung von Arbeiter_innen und Angestellten beschlossen.
… in der letzten Nationalratssitzung dieser Legislaturperiode wurde noch die Übernahme der Internatskosten für Lehrlinge durch die Unternehmer_innen beschlossen.
… in der letzten Nationalratssitzung dieser Legislaturperiode wurde noch die Abschaffung der Anrechnung des Partner_inneneinkommens bei der Notstandshilfe.