Tag Archives: Olympia

Einige Gedanken zur vergangenen Wahl

Die letzten Stimmen sind ausgezählt und selbst die Vorzugsstimmenergebnisse sind bereits veröffentlicht. Das Endergebnis steht nun fest und bringt den rechten und neoliberalen Parteien eine Verfassungsmehrheit im künftigen Nationalrat. Die Wählerschaft Österreichs ist nach rechts gerückt und diejenigen, die gegen die Rechtsentwicklung taktisch vorgehen wollten, haben sich selbst ins Aus gewählt.

„Herren der Ringe“ haben den Kredit verspielt

Dieses Wahl-Ergebnis ist eine ordentliche Watschn, die klare Niederlage in Innsbruck (Zweidrittel-Mehrheit gegen eine Bewerbung) eine schallende Ohrfeige. Dass sich die Wintersport-Metropole Kitzbühel bei der Tiroler Volksbefragung gegen Olympia 2026 ausspricht, ist nicht nur für viele Tourismus-Manager ein absolutes „No-Go“ und wird mit „reinem Neid-Denken“ erklärt. Mag sein, aber mit dem klaren NEIN ist vor allem den Großkopferten eine Absage erteilt worden.

NEIN zu Olympia und NEIN zum neoliberalen Einheitsparteienbrei!

Am kommenden Sonntag finden in Tirol gleich zwei Abstimmungen statt. Einmal die Volksbefragung zu Olympia 2026 und einmal die Wahl zum Nationalrat. Beide Ergebnisse sind von bundespolitischer Relevanz.

Mirko Messner im Treibhaus für Mindestpension und -lohn

Nach dem spontanen montägigen Wahlkampftermin von der KPÖ PLUS Listenzweiten Flora Petrik in Innsbruck war am Mittwoch der KPÖ PLUS Bundesspitzenkandidat Mirko Messner in der Tiroler Landeshauptstadt zu Gast. Er meinte bei der Diskussionsveranstaltung im Treibhaus: „Es gibt in Österreich rund  140.000 Dollarmillionär_innen und bis zu zwei Millionen Armutsgefährdete, die im aktuellen Wahlkampf weitgehendst keine Rolle spielen. Der Wahlkampf dreht sich um `kurze´ Bewegungen, Spasskandidaturen, und die Sozialdemokratie schaut nur verblüfft zu, weil ihr die Felle dahinschwimmen.“

Olympiagegner werben um Stimmen in Innsbruck

Am Mittwochnachmittag haben Olympiagegner in Innsbruck mobil gemacht. Sie warnten dabei vor einer Tiroler Bewerbung für Olympische Winterspiele und sorgten für teilweise erstaunte Gesichter bei Passanten.

Tirol/Olympia/Volksbefragung: Fragestellungen müssen neutral formuliert sein!

„Die Fragestellung zur Olympia-Volksbefragung ist einseitig wertend, damit manipulativ und deshalb rechts- und verfassungswidrig. Die Frage strotzt vor positiven Bewertungen. Dabei hat der Verfassungsgerichtshof mehrfach und eindeutig entschieden, dass Instrumente der direkten Demokratie, wie eine Volksbefragung, besonders ernst zu nehmen sind und nicht zur Manipulation verwendet werden dürfen.

Ein JA um jeden Preis?

Wenn nichts mehr geht, dann mit Kindern werben – und NEIN, es ist nicht von den neuen SPÖ-Kern-Plakaten die Rede. Vor der Olympia-Diskussion im Tiroler ORF-Landesstudio wurden Kinder missbraucht um für die Olympia-Bewegung zu werben. Auf Geheiß von „Olympia2026 – Holen wir die Winterspiele heim„, der herrschenden Landes- und Stadtpolitik durften (mussten?) sie die ankommenden Besucher_innen mit „Ja zu Olympia, Ja zu Olympia, Ja zu Olympia“ skandieren.

Eine Woche „Tiroler Tageszeitung“

Immer mehr fühlen sich bescheiden, ihr Einkommen ist lange vor Monatsende zu Ende. Tirol ist hier noch ein Sonderfall: Aber nicht zum Guten! Bei den Wohn- und Lebenshaltungskosten liegen wir österreichweit obenauf. Unsere Einkommen sind am unteren Label angesiedelt! Alles nur dunkelrote Schwarzmalerei einiger weniger Kummerln? Zur Meinungsbildung einmal eine Woche  „Tiroler Tageszeitung“-Berichterstattung. Dem Tiroler Medienriesen ein Naheverhältnis zur KPÖ zuzuweisen, gelingt nicht einmal Rechtsaußen Abzwergl & Co.

mehr demokratie! zerrt Olympia-Volksbefragung vor den Verfassungsgerichtshof

mehr demokratie! tritt für qualitätsvolle und faire Formen der Direkten Demokratie ein, die ‚von unten‘ durch die Bevölkerung initiiert werden können,“ betont Mag. Erwin Leitner, Bundessprecher der Demokratie-NGO mehr demokratie!.

Brennen für Olympia? – Jahrzehntelang!

Zweimal hat Innsbruck schon als Gastgeberstadt für die Olympischen Winterspiele gedient: 1964 und 1976. Im Februar 2026 soll es wieder so weit sein, wenn die Wünsche von Landes- und Stadtregierung in Erfüllung gehen. Damit die Tiroler_innen einer Bewerbung zustimmen, werden nun Versprechungen gemacht.Nicht mehr so gigantomanisch wie Sotschi und Peongchang sollen die Winterspiele werden, „nachhaltig“, „regional angepasst“ und „wirtschaftlich und ökologisch vertretbar“ soll das „selbstbewusste Angebot“ sein. Die Bewerbungskosten sollen angeblich 15 Millionen nicht übersteigen. Auf Basis der Agenda 2020 soll alles anders werden, alles ökologisch, ehrlich, versprochen! Eine „Machbarkeitsstudie“ wird uns vorgelegt, die zeigen soll, dass die Olympischen Winterspiele kostenneutral zu haben seien.