Tag Archives: Verkehr

Kurzsichtigkeit?

Am Donnerstag vor dem Nationalfeiertag staute es sich wieder mal in der Kranebitter Allee, im Mitterweg stadteinwärts, am Südring und sonstwo. Ein schönes Bild im feinstaubigen Dunst. Auch auf der Brennerautobahn staute sich – wie beinahe immer – der LKW Lindwurm, angereichert mit zig Kurzurlaubern, die ins lange Wochenend starteten.

Nein zu den Preiserhöhungen bei der ÖBB

Die ÖBB will ab 1. Jänner 2019 die Ticketpreise um zirka zwei Prozent verteuern. Kritik an der neuerlichen Preiserhöhung kommt von KPÖ-Verkehrssprecher Michael Schmida.

Stadtspaziergang

Wenn man Innsbruck durchstreift, fernab von Tourismuspfaden, fallen monströse Betonmachenschaften auf, die ein gesunder Menschenverstand so niemals hinstellen würde.

100 Tage neue Regierung: Stillstand in der Verkehrsspolitik!

Eine ökologisch-soziale Verkehrswende rückt mit Schwarz-Blau noch weiter in Ferne. KPÖ-Verkehrssprecher Michael Schmida zu 100 Tagen Schwarz-Blau aus verkehrspolitis­cher Sicht. Die neue schwarzblaue Regierung hat – wenig überraschend – keine Verkehrswende eingeleitet, sondern im Gegenteil die auto- und straßenfixierte Verkehrspolitik der alten Regierungen fortgesetzt und ist dabei diese noch zu verstärken!

INNSBRUCK LINKSRUCK

Erst eins dann zwei dann drei dann vier
dann stehn die Wahlen vor der Tür.
Draußen von der Straße komm ich her
ich muss Euch sagen, die Slogans sind leer:
Allüberall auf Wände und Ritzen
sah ich tumbe Plakate blitzen.
Leise rieselt der Scheiß
still und starr ruht der Geist.
(Innsbruck anno 2018.)

Zillertalbahn in die Zukunft Wasserstoff betrieben

Die Zillertalbahn soll in Zukunft als erste Schmalspurbahn der Welt mit Wasserstoff fahren. Diese Entscheidung hat der Aufsichtsrat nach eingehender Variantenprüfung getroffen. Geht alles nach Plan, soll der Regelbetrieb bereits im Jahr 2022 aufgenommen werden. Der Fahrplan bis dorthin ist sportlich. Vom Test eines Prototyps bis hin zur Ausschreibung der Triebwagen und dem Aufbau der Wasserstoff-Produktionsanlage muss noch viel passieren.

Im freien Fall…

Die Europabrücke galt bei der Eröffnung im Jahre 1963 als Herzstück der Brennerautobahn (A13) und wurde als Jahrhundertprojekt gefeiert. Heute würden sich viele freuen diesem Jahrhundertwerk entwichen zu sein. Die Brücke ist heute das Symbol für die verkehrte Verkehrspolitik, der im eigenen Land und der in der Europäischen Union. „Der Traum von der schnellsten und bequemsten Alpentransversale löste sich auf im Rauch der Abgase von Millionen Lastwagen und Autos, die fortan Jahr für Jahr im Nord-Süd-Verkehr durch Tirol rollten“, meinte am 1. Juni 2013 dazu treffend Mario Zenhäusern im Leitartikel der „Tiroler Tageszeitung“.

Alles Verkehr(t)

Wer kann sich noch erinnern? Als vor einigen Jahren die Einsatzfahrzeuge vom Pannenstreifen in die Rettungsgasse umgeleitet wurden, gab es böse, bitterböse Unkenrufe. Die ewigen »Schwarzseher_innen« befürchteten den stillen Einstieg in die dritten Autobahnspur. Herrschende Politik und ihre Straßenverwaltungspartnerin, die ASFINAG, hatten dies sofort vehementest dementiert. Jetzt ist es soweit! Der Ruf nach einer dritten Spur auf der Inntalautobahn (A 12) wird lauter.

Tarif-Wirrwarr beenden

probahnSüdtirol-Pass als Tarifmodell für landesweite Lösung geeignet:

»  Tarife nach gefahrene Kilometer sind fair
»  Tarifsalat der Länder ist zu beenden
»  Finanzminister und Verkehrsminister sollen das im Finanzausgleich fixieren

Fahrgastvertretung probahn ÖSTERREICH fordert Österreich-Verkehrsverbund statt Länder-Tarifsalat

–       Südtirol-Pass geeignet als Tarifmodell für österreichweiten Verkehrsverbund
–       Finanzminister und Verkehrsminister gefordert, einheitliche Tarife im Wege des  Finanzausgleichs zu verankern

Der Ländertarif nimmt immer buntere Blüten an. Jedes Bundesland von Vorarlberg bis ins Burgenland hat seine eigenen Tarife und Tarifsysteme. Selbst innerhalb der Bundesländer gibt es ein Wirrwarr an Tarifen zwischen Stadt und Land – teils mit unterschiedlichen Fahrkarte, Preisen, Ticke-Systemen, was schon innerhalb der Bundesländer für Verwirrung sorgt. An einheitliche Tarife bei bundesländerübergreifenden Fahrten ist gar nicht zu denken! Hinzu kommen noch diverse Apps zwischen Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden  in den Städten.

probahn ÖSTERREICH fordert einheitliche, österreichweite Tarife. Als Modell ließe sich am besten das Berechnungsmodell des Südtirol-Passes umsetzen.

Der Südtirol-Pass gilt auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Südtirol: Busse, Regionalzüge, Seilbahnen. Einheitlich gilt der Südtirol-Pass für Einzelpersonen wie auch für Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Südtirol-Pass 65+ kostet für Personen von 65 Jahre bis 69 Jahre jährlich 150 Euro, von 70 bis 74. Jahren 75 Euro, ab 75 Jahren nur noch 20 Euro monatlich. Bestechend daran ist, dass nach gefahrenen Kilometern einheitlich abgerechnet wird: Je mehr gefahrene Kilometer, desto niedriger wird der Kilometer-Preis.

In Österreichs Bundesländern herrscht der Wildwuchs: Unterschiedliche Tarife für Senioren, Schüler, Familien, oft unkoordiniert zwischen den Verkehrsunternehmen, was z,B die Tarife für die Mitnahme von Fahrrädern betrifft.

Faktum ist, dass der Öffentliche Verkehr in manchen Ländern höheren Stellenwert besitzt und dafür budgetär mehr vorgesorgt wird als in anderen Bundesländern. Neben Wien sind dabei Vorarberg und Tirol besonders hervorzuheben. Manche Bundesländer wie Salzburg schlagen vor, mit Gratisticket mehr Fahrgäste gewinnen zu wollen. probahn ÖSTEREICH sieht darin eine Abwärtsspirale, die zu einem Lohndumpingunter den Bedienstete der Verkehrsunternehmen führen würde. probahn lehnt das entschieden ab.

Es müsste doch möglich sein, dass die Bundesregierung im Finanzausgleich dies gesetzlich vorschreibt und daran auch für Vergabe der Finanzmittel an die Länder verknüpft. Finanzminister Schelling und Verkehrsminister Leichtfried sind gefordert, diese österreichweiten Tarife für alle Öffis durchzusetzen. Der Tarif-Wirrwarr und die unterschiedlichen Ticketing-Systeme führen dazu, dass ältere Menschen wieder auf Autos umsteigen und dem ÖV verloren gehen.

Für probahn ÖSTERREICH
Peter Haibach, Sprecher

Quelle: 30.10.2016; probahn Österreich

Die Hoffnung stirbt zuletzt…

Europas Frächter bevorzugen die Straße. Dafür werden Umwege in Kauf genommen, um den rigiden Schweizer Mautbestimmungen aus dem Weg zu fahren. Die neuesten Zahlen dazu liefert der ORF:

„Mehr als 1,4 Millionen Sattelschlepper und Lkw-Züge rollten heuer bisher über den Brenner. Der Transitverkehr legte damit nach zwei Dritteln des Jahres bereits um mehr als 100.000 Fahrzeuge zu. Bleibt es bei dieser Entwicklung, wird heuer die Zwei-Millionen-Marke bei den Transit-Lkws auf der Brenner-Autobahn klar übertroffen. Abzuwarten ist, inwieweit das neue Sektorale Fahrverbot für bestimmte Transporte wie Rundholz, Erz, Abfall oder andere Massengüter den Schwerverkehr durch Tirol einbremst.“