Tag Archives: Widerstand

Arbeitszeit: Verkürzung statt Verlängerung

Nicht eine Verlängerung der Arbeitszeit durch 12-Stundentag und 60-Stundenwoche, sondern eine Verkürzung auf 30 Stunden als neuer Standard gehört auf die Tagesordnung stellt Josef Stingl, Bundesvorsitzender der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), zu der von der schwarz-blauen Koalition ohne Begutachtung und bei Ignoranz massiver Proteste durchgepeitschten Gesetzesänderung – die nun bereits mit 1. September 2018 in Kraft treten soll – fest.

Bissiger Protest

Ein gigantisches Bild zeigte sich am Samstag Nachmittag am Heldenplatz in Wien. Mehr als 100.000 Menschen sind zur Demonstration gegen den 12-Stunden-Tag und gegen die 60-Stunden-Woche gekommen. Sie haben ein klares Zeichen gegen den Vorschlag der Bundesregierung zur Ausweitung der Arbeitszeit gesetzt. Einen lächerlichen Beitrag lieferten „Kickls Schoßhündchen“. So sprach die Polizei anfangs von 25.000 bis 30.000 Demonstrierenden, verdreifachte allerdings später ihre eigene Schätzung auf 80.000.

„Ich hab kein Brot mehr, muss wohl Kuchen essen.“

Am 22.Juni 2018 veranstaltete das überparteiliche Aktionsbündnis gegen Sozialabbau in Innsbruck eine erste Kundgebung um gegen die Kürzungen im Sozialbereich, in den Bereichen Bildung und Integration, sowie bei der Arbeitsmarktförderung zu protestieren. Zu diesem Anlass traten, neben Rednern von betroffenen Institutionen, auch verschiedene Künstler auf. Marco Frei (Musiker und Wortakrobat, sowie Ersatzgemeinderat der ALI) war einer von ihnen, und er stellt uns auch hier dankenswerterweise seinen aufrüttelnden Text zur Verfügung.

Demo: Nein zum 12-Stunden-Arbeitstag!

So geht´s nicht: Die Industrie bestellt, die Regierung liefert, und die ArbeitnehmerInnen bezahlen mit ihrer Gesundheit, ihrer Freizeit und ihrem Geld: Längere Arbeitszeit bedeutet massiv mehr Unfälle, das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko steigt rapide an.

ÖGB Tirol mobilisiert BetriebsrätInnen: Konferenz für nächste Woche angekündigt

Angesichts der geplanten Einführung der sogenannten Arbeitszeitflexibilisierung ruft der ÖGB Tirol nächste Woche Dienstag, den 26. Juni 2018, zu einer groß angelegten BetriebsrätInnenkonferenz. Dabei soll das weitere Vorgehen gegen die Regierungsvorhaben erörtert werden. Das beschloss das Präsidium des ÖGB Tirol in seiner gestrigen Sitzung (Montag).

Sozialabbau verhindern!

1. Aktionsbündnissitzung gegen Sozialabbau heute am Mittwoch, den 06. Juni 2018 im Kulturverein EVRENSEL (DIDF) – Schöpfstraße 9, 6020 IBK. Wir sind mit einem erschreckenden Sozialabbau konfrontiert. Während bereits in den letzten Jahren unter Rot-Schwarz bereits im Gesundheitsbereich massive Budgetkürzungen stattfanden, trifft es nun bis zu den Sozialvereinen runter alle! Jetzt ist es wichtig, dass die demokratischen Kräfte sowohl in den politischen Gremien, als auch in der Zivilgesellschaft und den sozialen Bewegungen Solidarität zeigen und handeln! Ganz im Zeichen des Begriffes „HANDELN“ laden wir zu einem ersten Aktionsbündnistreffen ein.

Sozialkürzungen widerstehen!

Die blauschwarze Bundesregierung plant, die Mittel für Sozialvereine massiv zu kürzen. Davon betroffen sind zahlreiche soziale Vereine.
Es ist besonders pikant, dass eine Regierung, die Familien als „Fundament unserer Gesellschaft“ bezeichnen (Regierungsprogramm 2017-2022, S. 101) ausgerechnet bei der Familienberatung massiv einsparen will. Es ist erschreckend, dass die Regierungsprogramm, die sich „Sicherheit“ auf die Fahnen schreibt, bei der Gewaltprävention einspart.

1. Mai-Demonstration in Innsbruck: „Mut zum Widerstand!“

Die gemeinsame 1. Mai-Demonstration in Innsbruck, dieses Jahr unter dem Motto: „MUT ZUM WIDERSTAND! Gegen das Kapital und seine Regierung! Gegen Rassismus und Sozialabbau!“.

Rechtsbruch von oben

Wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass die Schließung der Brennergrenze und die Missachtung des Nothilfeprinzips Vorschläge sind, die von Mitgliedern der Bundesregierung gemacht werden? Dass im Jahr bereits 90 000 Menschen das Mittelmeer überquert haben, löst unter den Regierungsparteien blanke Panik aus. Da sind sich Kurz und Co freilich nicht zu blöde, NGO-s, die in Seenot geratenen Menschen retten, der Strafverfolgung auszusetzen.

Gewerkschaften machen gegen die Arbeitsmarktreform mobil

Bereits am vergangenen Montag, dem Tag nach der zweiten Runde der Parlamentswahl, hat der „Front Social“ – ein Zusammenschluss mehrerer linker Vereinigungen unter Führung der ehemals kommunistischen Gewerkschaft CGT – zu einem ersten großen Protest gegen Macrons geplante Arbeitsmarktreform aufgerufen. Und landesweit gingen insgesamt rund 20.000 Menschen auf die Straße. „Wir pfeifen auf die Wahlen“, skandierten etwa die rund 500 Demonstranten in Lyon. „Wir sind es, die arbeiten. Wir entscheiden auch.“