Trumpmania…

Die magere Sozialpartner_innen-Vereinbarung zeigt Nachwirkung. Dem Tiroler WKO-Kammerchef Jürgen Bodenseer liegt das Fehlen des 12-Stunden-Tages schwer im Magen schwer im Bauch.  Die „Freundlichkeiten des neuen Klassenkampfes“ teilen sich Tirols Sozialpartner_innen jetzt schriftlich mit.  AK-Präsident Erwin Zangerl ortet das Ankommen der „Trumpmania“ bei der die Tiroler Wirtschaft. Der ÖGB-Tirol verlangt in einer Resolution das Beibehalten der Pflichtmitgliedschaft bei den Kammern und Bodenseer  „versichert“, dass es im keineswegs um das Niederreißen von wohlerworbenen Arbeitsrechten, sondern um eine moderne, flexible Lösung bei den Arbeitszeiten geht…

Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu:

»Auch die angestrebte „Mehrklassengesellschaft“ in der WK rief Zangerl auf den Plan. Wer als WK-Mitglied höhere Beiträge zahle, solle mehr Leistungen bekommen, so die Idee. Der AK-Chef nannte das einen „Klassenkampf“ in der WK, „unterklassigen“ Unternehmen bot er AK-Hilfe an. Bodenseer reagierte mit einem offenen Brief an die AK- und ÖGB-Chefs, in dem er aufrief, „alte Reflexe“ zu vermeiden und „zu einer neuen Form der gemeinsamen Sozialpartnerschaft im Team“ zu finden. (…) Darauf schrieb Zangerl einen offenen Brief zurück, in dem er Bodenseer vorwarf, mit jüngsten Aussagen eine „rote Linie“ überschritten zu haben. AK und ÖGB würden sich „Fouls“ nicht länger gefallen lassen. Indes stieg Wirtschaftsbundchef Franz Hörl in den Ring: Er habe kein Verständnis dafür, wenn die Sozialpartner versuchten, ihr „Versagen“ auf die Politik abzuschieben. Die Beteiligten hätten sich „die Demontage der eigenen Daseinsberechtigung selbst zuzuschreiben“. Dazu hielt Bodenseer fest, (…) die Kammer wäre auch er, Hörl, selbst.«

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